10.04.2002

DEUTSCHLAND

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Skepsis gegenüber neuen Medien

Die schöne neue Medienwelt mit immer neuen Möglichkeiten der Kommunikation und Information stößt bei der Mehrheit der Deutschen auf Skepsis.

Bei einer Umfrage des deutschen BAT-Freizeit-Forschungsinstituts wünschten sich lediglich 27 Prozent multifunktionale Vielzweckgeräte, die Fernseher, PC und Internet, E-Mail und Telefon in sich vereinen.

Die Mehrheit [73 Prozent] wolle lieber wie bisher einfach passiv durch die TV-Kanäle zappen und nicht immer und überall erreichbar sein, erklärte Institutsleiter Horst Opaschowski.

Jugend begeistert sich für Fortschritt

Auf Interesse stießen die neuen multimedialen Alleskönner vor allem bei der Jugend, insbesondere den 14- bis 19-Jährigen [69 Prozent] und den 20- bis 29-Jährigen [51 Prozent], heißt es in der Studie.

Schon in der Generation der über 30-Jährigen wollten aber nur noch 31 Prozent etwas von mobilen, Internet-fähigen Vielzweck-Unterhaltungsmedien wissen.

Opaschowski: "Die heutige SMS-Generation wird die künftige UMTS-Generation sein - eine Universal-Mobile-Telekommunikations-Generation, die aber eine Minderheit bleibt."

Kampf dem "Erreichbarkeitswahn"

Technologisch ist nach den Worten von Opaschowski alles möglich. "Doch psychologisch stößt die Medienrevolution an ihre Grenzen."

Der Umgang mit allen Neuigkeiten werde immer intensiver, koste Zeit und Nerven.

Viele Menschen sagten der "Info-Falle und dem Erreichbarkeitswahn" den Kampf an, damit aus der Entlastung keine Belästigung wird.