i-mode soll Erfolg in Europa werden
Erst kürzlich wurde von E-Plus der mobile Internet-Dienst i-mode in Deutschland eingeführt.
E-Plus ist Tochter der niederländischen KPN, in die wiederum die japanische NTT DoCoMo stark investiert hat. NTT DoCoMo ist Erfinder des i-Mode-Standards, der in Japan eine riesige Anhängerschaft gefunden hat. Ungewiss ist, ob sich i-Mode auch in Europa durchsetzen wird.
Einer Umfrage des Verbandes der deutschen Internet-Wirtschaft [eco] zufolge geben jedenfalls 70 Prozent von 50 befragten Mobilfunk-Experten i-mode gute Chancen für eine positive Marktentwicklung.
Geschäftsmodell
Als wichtigsten Erfolgsfaktor von i-mode stufen die Experten das Geschäftsmodell ein [86 Prozent des Umsatzes gehen an die Servicebetreiber und nur 14 Prozent an den Mobilfunkbetreiber E-Plus]. Dadurch steige der Anreiz, qualitativ hochwertige Dienste anzubieten.
Die Killerapplikation von i-Mode in Japan ist i-Mail, eine Art E-Mail-Anwendung für das Handy. Einige Marktbeobachter sind der Ansicht, dass i-mode ansonsten wenig zu bieten hat.
Nur ein i-mode-Handy verfügbar
Die meisten Sorgen machen den von eco befragten Experten allerdings die Endgeräte. Nachdem Nokia offiziell erklärt hat, keine Endgeräte für i-mode zu fertigen, bleiben als Ausrüster nur NEC, Trium und Toshiba übrig. Aktuell ist nur das n21i-Handy von NEC verfügbar. 58 Prozent halten das für ein Hauptproblem von i-mode.
Voller Erfolg in Japan
Ein knappes Viertel [24 Prozent] sieht auch den aus Japan nach Europa importierten proprietären i-HTML-Standard als problematisch an. Die meisten Fachleute [43 Prozent] billigen i-mode in Europa bis zum Jahr 2005 einen Marktanteil von zehn bis maximal 25 Prozent zu.
38 Prozent glauben, dass der in Japan überaus erfolgreiche Standard für das mobile Internet in Europa die Marke von zehn Prozent Marktanteil nicht überspringen wird. Im Land der aufgehenden Sonne hat NTT DoCoMo innerhalb von zwei Jahren mit i-mode nach eigenen Angaben rund 30 Millionen Abonnenten gewonnen.

