IT-Schulungen für Nigerias Jugend
Ein einzigartiges Projekt zur Förderung der Technologiekenntnisse jugendlicher Nigerianer soll trotz der geringen PC-Dichte Tausende Jugendliche auf den Einstieg ins Internet vorbereiten.
Der Webdesigner Gbenga Sesan wurde zum staatlichen Repräsentanten der Jugend in der Informationstechnologie gewählt. Seine Aufgabe ist es nun, den Jugendlichen in dem westafrikanischen Land technische Details und Wissen über die moderne Technologie zu vermitteln.
Größtes Problem seiner Aufgabe ist die geringe Dichte an Telefonen und das Manko an Geräten. Die meisten Nigerianer können nur über ihren Arbeitsplatz ins Internet einsteigen.
Künftige Geräte optimal nutzen
Sesan verfügt selbst auch über keinen eigenen PC. "Aber selbst
wenn es nicht genügend PCs gibt, so werden wir Jugendliche
ausbilden, damit dann, wenn Geräte vorhanden sind, diese optimal
genutzt werden können", so Sesan.
Gbenga SesanGenug Jobangebote
Sesan wurde für die Position von der "Cyberschuul", einem IT-Trainingscollege, ausgewählt, nachdem er einen Preis für die Gestaltung einer Homepage gewonnen hat. Das Ziel der Seite war es, junge Nigerianer zu finden, die sich für die IT-Branche interessieren.
Dass auch in dem westafrikanischen Land IT-Kräfte gefragt sind, zeigt sich an den Jobangeboten: Derzeit suchen viele nigerianische Unternehmen nach Fachkräften, die Homepages programmieren können.
Nigeria müsse einen stärkeren Webauftritt im Internet haben, so Sesan.
Coaching Classes in der "Cyberschuul"
Während der vergangenen zwei Jahre hat Sesan so genannte
"Coaching Classes" für nigerianische Jugendliche gegründet. Bis 2003
will er 4.000 Jugendliche ausbilden. "Natürlich müssen wir mit den
örtlichen Gegebenheiten leben", so Sesan. Dazu gehöre auch, dass
teilweise nur drei PCs für 40 Schüler vorhanden sind.
Cyberschuul
