Nichtraucher will Zeitmaschine basteln
Als Ronald Mallett zehn war, starb sein kettenrauchender Vater mit 33 Jahren an Krebs.
Seitdem wünscht er sich, mit egal welchen Mitteln in die Zeit zurückzureisen und seinen Vater vor Zigaretten zu warnen.
Heute ist der kleine Junge 57 Jahre alt und Physik-Professor an der Universität von Connecticut [USA], berichtet der "Boston Globe". Sein neues Projekt: Eine Zeitmaschine.
"Ich bin nicht verrückt"
"Ich bin nicht verrückt. Ich hoffe dass ich einen
funktionierenden Prototyp noch diesen Herbst fertig stelle. Und mit
ersten Feldversuchen beginnen kann", so Mallett. "Ich würde auch
glauben, dass ich bescheuert bin, wenn nicht andere Kollegen an der
selben Fragestellung arbeiten würden. Ich stütze mich auf Albert
Einsteins Relatvitätstheorie, und nicht auf eigene Physik-Regeln."
How to Construct a Time MachineLaser-Energie krümmt Raum und Zeit
Laut Einsteins Relativitäts-Theorie krümmt die Masse und Energie eines Körpers das umliegende Raum-Zeit-Gefüge.
Mallet glaubt, dass Laser-Strahlen, die langsam genug um einen Körper zirkulieren, eine ähnliche Krümmung bewirken könnten. Und jemanden eine Reise durch die Zeit ermöglichen.
In die Praxis umsetzen will Mallet dies mit Hilfe von Glasfaser-Kabeln oder speziellen Kristallen, durch die die Laser-Strahlen geschossen werden.
Des Nicht-Rauchers erster Feldversuch
Erste Feldversuche will der Nicht-Raucher mit einem Neutron
bewerkstelligen. Laut Mallet wird die Energie des rotierenden
Laser-Strahls den Raum innerhalb des Licht-Rings so stark verzerren,
dass die Schwerkraft den Neutronen seitlich rotieren lässt.
H. G. Wells: The Time Machine [komplett online]Körper besucht sich selbst
Mit noch mehr Energie, so Mallet, würde ein zweiter Neutron sichtbar werden: Der Zweite wäre der Erste, der sich aus der Zukunft besucht.
Die Zeit-Reise eines Menschen ist für Mallet nur ein technisches Problem: Es gibt heutzutage noch keine Möglichkeit, die nötige Energie für eine Raum-Zeit-Krümmung dieser Größenordnung zu erzeugen.
Keine Angst vor Zeit-Paradoxa
Vor dadurch entstehende Zeit-Paradoxa und ethische Probleme hat
er keine Angst: "Jede Technologie hat ihre schlechte Seite. Das
können wir nicht verhindern. Wir haben als Spezies immer versucht,
uns weiter zu entwickeln. Selbst als wir noch in Höhlen wohnten. Ich
will mit meiner Erfindung die Realität verbessern. Ich denke, das
dürfen wir tun."
NOSAMS Time Machine
