07.04.2002

SPIEL & KRITIK

Bildquelle: Microsoft

Solide Rallye auf der Xbox

Rallisport Challenge hat alles was ein Rennspiel braucht: Genügend Speed um interessant zu sein und gleichzeitig einen nicht zu hohen Schwierigkeitslevel um interessant zu bleiben.

Damit ist das Spiel auch vornehmlich auf Anfänger und Neueinsteiger ausgerichtet ¿ die Tuningmöglichkeiten sind zu gering um für echte Rennfreaks interessant zu sein. Der Unterhaltungswert ist dennoch ansprechend.

Solide Rennspiele wie Rallisport Challenge zeigen zwar die Fähigkeiten der Microsoft-Konsole, Kultstatus wie Gran Tourismo, V-Rally oder Collin McRae wird das Spiel aber voraussichtlich nicht erreichen.

Wenig Aufregung - Wenig Frust

Klassische Rennspiele basieren auf dem einzelnen "Freifahren der Strecke". Bei Rallisport Challenge werden die erfahrenen Punkte summiert und tragen im Karrieremodus zum Fähigkeitslevel bei.

Somit werden nicht Autos mit bestimmten Strecken erfahren sondern je nach Punktezahl zb. die Bergfahrt und die dazugehörigen Autos freigeschalten.

Das vermindert die Frustrationsrate, weil nicht jedes Rennen perfekt gefahren werden muss um weiterzukommen. Allerdings fehlt manchmal der Reiz und die Aufregung als Ziel einer bestimmten Strecke das nächste Auto zu erhalten.

Die Computergegner sind im Zaum zu halten, werden aber mit Fortschritt des Spiels ebenfalls immer besser.

Realismus mit Maß und Ziel

Die Strecken sind durchaus anspruchsvoll und durch verschiedene Licht- und Wetterverhältnisse auch abwechslungsreich. Das realistische Fahrverhalten der Autos lässt den Unterschied zwischen Sand, Eis und Asphalt spüren.

Wahrheitsgetreu sind ebenfalls die Schäden an den Autos, die aber kaum Auswirkungen auf das Fahrverhalten der Autos haben. Andernfalls müssten die Autos nach einem Absturz vom Hang realistischerweise auch aus dem Rennen ausscheiden.

Wer nach einem Überschlag wieder auf den Rädern zu stehen kommt, kann so unberührt weiterfahren. Zu viele Schäden bringen am Ende allerdings weniger Punkte.

Bäumchen rüttel dich...

Optisch macht Rallisport Challenge einen guten Eindruck. Die Lichteffekte sind platziert, der Staub wirbelt und die Autos sind detailliert. Die vereinzelten Zuseher am Rand machen einen etwas hölzernen Eindruck, aber wenigstens jubeln sie.

"Ausritte" in die Landschaft lassen auch die Umgebung in voller Schärfe erkennen und so manches Blatt lässt sich durch heftiges Anfahren vom Baum schütteln. Die Banden sind teilweise beweglich und sorgen so streckenweise für Unterhaltung.

Der Sound besteht erwartungsgemäß vorwiegend aus Motorengeräuschen, durchbrochen von klirrendem Glas wenn mal wieder was kaputt geht. Die Hintergrundmusik ist unauffällig und der optional wählbare Beifahrer, wie üblich, warnt vor den nächsten Schikanen.