05.04.2002

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DivX entwickelt Kopierschutz

Das Unternehmen DivXNetworks, welches das umstrittene Datenkomprimierungsverfahren DivX für Videodateien entwickelt, und das Fraunhofer Center for Research in Computer Graphics [CRCG] wollen künftig zusammen an Digital-Rights-Management-Lösungen [DRM] für digitale Video- und Audiodaten arbeiten.

Die beiden Unternehmen planen ihre Technologien für den Urheberschutz von Musik und Videos zu einer Multimedia-Lösung zu vereinigen und wollen ein elektronisches Wasserzeichen für Video- und Audio-Content entwickeln.

Das System soll den Inhabern von Urheberrechten ermöglichen, ihren Content sicher über das Internet zu verteilen.

Zwischen Online-Piraterie und Kommerz

DivXNetworks versucht bereits seit längerem von Hollywoods schlimmstem Albtraum zum besten Freund zu mutieren - und sich mit Unternehmen wie Microsoft und RealNetworks zu verbinden, die beide engagiert nach einem Weg suchen, Videos über das Internet zu verbreiten.

Die kommerziellen Bemühungen der Unternehmen bringen DivX in Konflikt mit seinen ursprünglichen Anhängern.

Sie kritisieren die Versuche von DivX, sich kommerziell zu etablieren. Vor allem die Entscheidung, für die Pro-Version des neuen 5.0-Codecs 30 USD zu verlangen, sowie die Verbindung mit dem umstrittenen Pop-up-Werbungsanbieter Gator verärgerte die User.

Bedürfnis nach DRM sehr stark

DivXNetworks hat unlängst eine Abmachung mit Chiphersteller AMD darüber getroffen, dass die Technologie in künftigen Chips inkludiert wird.

Und während der ganzen Präsentation der neuen 5.0-Version bewarb das Unternehmen die DRM-Technologie des Codecs, der Filme vor dem Raubkopieren schützen soll.

Der Entwickler des DivX-Codecs, Jerome Rota, besser bekannt unter dem Namen "Gej", meint dazu, dass ihm die Nachfrage nach strengen Kopierschutz-Sicherheitsvorkehrungen nichts ausmache: "Da ich auch Content schaffe, weiß ich genau, dass das Bedürfnis nach DRM wirklich sehr stark ist."