04.04.2002

POTENZIALE

Bildquelle:

Alle Flächen werden zu Lautsprechern

Der japanische Elektronikhersteller Matsushita hat mit dem "Sound Window" eine neue Technologie entwickelt, die Platz und Strom sparende Lautsprecher für Handys und Handhelds ermöglichen soll.

Dabei wird eine dünne, transparente Folie mit Luftdruck in Schwingungen versetzt.

Matsushita rechnet damit, noch in diesem Jahr erste industrielle Kunden beliefern zu können.

Folie schwingt durch Luftdruck

Das Sound Window erzeugt den Klang indirekt, indem eine kleine Lautsprechereinheit die viel größere Folie zum Schwingen bringt. Das "Sound Window" soll etwa die zehnfache Größe der Membran der Basiseinheit haben können.

Strom und Platz sparend

Ein Vorteil liegt darin, dass nur ein Bruchteil des Strombedarfs von herkömmlichen Lautsprechern nötig ist, um vergleichbaren Klang zu erzeugen.

Des Weiteren kann die kleinere Lautsprechereinheit nahezu beliebig platziert werden, vorausgesetzt, der Luftstrom kann zur Folie geleitet werden.

Bisher haben die meist vorne sitzenden Lautsprecher dazu geführt, dass die Hersteller an der Display-Größe sparen mussten.

Die hauchdünne Folie lasse sich zum Beispiel über einem Handy-Display anbringen, aber auch Fernseher und Notebook-Displays seien mögliche Einsatzgebiete.

Der Luftstrom, der die durchsichtige Membran zum Schwingen bringt, wird dann zwischen Display und Folie geleitet.

Mobiler "Soundbug" ersetzt Lautsprecher

Auch der britische Hersteller von Schreibmaschinen und Farbbändern, Olympia, hat auf der CeBIT 2002 einen tragbaren Ersatz für konventionelle Lautsprecher und Kopfhörer vorgestellt.

Der "Soundbug" verwandelt nach Angaben von Olympia jede harte und glatte Oberfläche in ein Soundsystem.