Alle Flächen werden zu Lautsprechern
Der japanische Elektronikhersteller Matsushita hat mit dem "Sound Window" eine neue Technologie entwickelt, die Platz und Strom sparende Lautsprecher für Handys und Handhelds ermöglichen soll.
Dabei wird eine dünne, transparente Folie mit Luftdruck in Schwingungen versetzt.
Matsushita rechnet damit, noch in diesem Jahr erste industrielle Kunden beliefern zu können.
Folie schwingt durch Luftdruck
Das Sound Window erzeugt den Klang indirekt, indem eine kleine Lautsprechereinheit die viel größere Folie zum Schwingen bringt. Das "Sound Window" soll etwa die zehnfache Größe der Membran der Basiseinheit haben können.
Strom und Platz sparend
Ein Vorteil liegt darin, dass nur ein Bruchteil des Strombedarfs von herkömmlichen Lautsprechern nötig ist, um vergleichbaren Klang zu erzeugen.
Des Weiteren kann die kleinere Lautsprechereinheit nahezu beliebig platziert werden, vorausgesetzt, der Luftstrom kann zur Folie geleitet werden.
Bisher haben die meist vorne sitzenden Lautsprecher dazu geführt, dass die Hersteller an der Display-Größe sparen mussten.
Die hauchdünne Folie lasse sich zum Beispiel über einem Handy-Display anbringen, aber auch Fernseher und Notebook-Displays seien mögliche Einsatzgebiete.
Der Luftstrom, der die durchsichtige Membran zum Schwingen bringt, wird dann zwischen Display und Folie geleitet.
Touch-Screen als Lautsprecher
Die Entwickler von Matsushita glauben, dass die Tonqualität der
Folienlösung nicht einmal durch Berührungen beeinträchtigt wird. Es
sei deshalb möglich, die Lösung auch für Touch-Screens zu nutzen.
Außerdem kann das Fenster fast beliebige Formen haben.
MatsushitaMobiler "Soundbug" ersetzt Lautsprecher
Auch der britische Hersteller von Schreibmaschinen und Farbbändern, Olympia, hat auf der CeBIT 2002 einen tragbaren Ersatz für konventionelle Lautsprecher und Kopfhörer vorgestellt.
Der "Soundbug" verwandelt nach Angaben von Olympia jede harte und glatte Oberfläche in ein Soundsystem.
Wird mit Saugnapf befestigt
Das Gerät in der Größe einer Computermaus wird an den
3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss eines CD-, MP3- oder
Minidisc-Players angeschlossen. Es wird mit einem Saugnapf auf einer
Glas- oder Metallplatte befestigt. Der "Soundbug" nimmt dann das
Signal des Audiogerätes auf und erzeugt mit Hilfe der Oberfläche
eine Verstärkung des Eingangssignals ähnlich wie ein Lautsprecher.
Soundbug
