Trikot überwacht Fitness von Sportlern
Ein neues, leichtgewichtiges Oberteil könnte Sportärzten in Zukunft helfen, auch aus der Ferne ein Auge auf die zentralen Gesundheitsfunktionen ihrer Spieler zu haben.
Die "SensVest" kann beispielsweise die Herzfrequenz und die Körpertemperatur überwachen und die Ergebnisse gleich an einen Computer weiterleiten.
Mit dem Sensorhemd könnten Trainer künftig immer informiert sein, wie die Körper der Spieler mit dem Stress und der Anstrengung im Spiel umgehen, und schon vor einer etwaigen Überlastung einen Spieleraustausch vornehmen.
"Wir bringen das Labor auf das Spielfeld"
Chris Bayber von der Universität Birmingham hat das Gerät
entwickelt. "Bisher mussten wir bei Studien über die Fitness von
Athleten den Zustand der Personen immer im Laboratorium überwachen.
Jetzt bringen wir das Labor zu den Sportlern raus auf das
Spielfeld", sagt Bayber. "Das Sensorhemd misst die
Leistungsfähigkeit über eine drahtlose Verbindung, der Betreuer kann
immer sehen, wie es dem Sportler gerade geht."
Uni BirminghamÜberwachung beim Training
Eine mögliche Anwendungsmethode sei zum Beispiel, beim Fußball mehrere Spieler gleichzeitig über die Sensorhemden zu vernetzen und deren körperliches Zusammenspiel gleich am Computer am Spielfeldrand zu beobachten.
Bei einem wichtigen Elfmeterschießen könnte der Trainer dann anhand der SensVest erkennen, welcher seiner Spieler am wenigsten nervös ist, und diesen gezielt auf den Platz schicken.
"Unser Ziel ist es jedoch nicht, die Geräte in echten Matches zu verwenden, das wäre wahrscheinlich weniger sinnvoll. Aber durch den Einsatz in speziellen Trainingssituationen könnte dieses sicher verbessert werden", meint Bayber weiter.
