04.04.2002

E-COMMERCE

Bildquelle: ebay

eBay als Geschäftsgrundlage

"Power Seller" heißen Menschen, die den professionellen Handel mit Waren bei Online-Auktionshäusern zu ihrem Beruf gemacht haben.

Die 37-jährige Berlinerin Marion von Kuczkowski ist eine der umsatzstärksten Power-Sellerinnen bei eBay und hat jetzt ein Buch über ihre Arbeit verfasst ["Power Selling mit eBay"].

Eine eBay-Erfindung

Der Geschäftsführer des mit fünf Millionen Nutzern größten deutschsprachigen Auktionshauses eBay Deutschland, Philipp Justus, reklamiert für sein Unternehmen die Erfindung des Begriffs "Power Selling".

"Menschen, die in größeren Mengen verkaufen, haben wir zu Power-Sellern verschiedener Größenordnungen ernannt."

Mit virtuellen Plaketten in Gold, Silber und Bronze darf sich schmücken, wer in zwei von drei Monaten eines Quartals Artikel im Wert von mehr als 25.000, 10.000 und 2.500 Euro verkauft. Aber nicht nur der Umsatz macht einen Power-Seller aus. "Mindestens 100 Kundenbewertungen müssen über einen potenziellen Power-Seller vorliegen und mindestens 98 Prozent davon müssen positiv sein", sagt Justus.

Unzufriedene Profis

Von Kuczkowski hingegen findet, das Auktionshaus könnte sich mehr um seine Starverkäufer kümmern.

Das Service sei schlecht, und "dadurch, dass eBay das einzige Auktionshaus ist, das gut läuft, können sie viel diktieren".

Besonders ärgert sie, dass mit der Euro-Einführung die Preise kräftig gestiegen sind und für Sonderleistungen extra gezahlt werden muss. "Wir müssen drei bis vier Prozent Provision bezahlen und eine Einstellungsgebühr für jeden Artikel."