04.04.2002

BEING DIGITAL

Bildquelle: fuZo

Hirsche und Wölfe versenden SMS

Sei es nun, um Elche vor Verkehrsunfällen zu bewahren, sei es, um das Raumnutzungsverhalten von Hirschen und Wölfen zu beobachten - selbst vor Wildtieren macht die zunehmende Vernetzung keinen Halt.

Seit dem 14. März 2002 wird von dem deutschen Fielitz-Umweltanalyse-Institut eine weltweit neue Technik bei der Beobachtung von Hirschen und Wölfen eingesetzt.

Mittels eines GPS-Halsbandes mit integriertem GSM-Modem wird der Aufenthaltsorte der Tiere per Satellit - gleich einer SMS - ein Mal pro Tag an die Forschungszentrale versendet.

Daten am PC auslesen

Neben den Positionskoordinaten werden auch Uhrzeit, Datum und Anzahl der zur Positionsberechnung verwendeten Satelliten sowie die Umgebungstemperatur und der Aktivitätszustand [Tilt] des Tieres aufgenommen.

Alle Daten werden im GPS-Halsband dauerhaft gespeichert und können direkt - über eine Schnittstelle am PC - ausgelesen werden.

Zur weiteren Auswertung werden die Daten in Gauß-Krüger-Koordinaten umgerechnet und als dBase-Dateien in ein geografisches Informationssystem übertragen.

Vorsicht, Hirsche kreuzen

Was amerikanischen Elchen im Bundesstaat Washington zum eigenen Schutz widerfährt, kann technologisch gesehen mit dem deutschen GPS-GSM-Halsband nicht mithalten, ist aber seiner Einfachheit wegen erwähnenswert.

Um die 500 Kilogramm schweren Tiere vor einer Kollision mit Fahrzeugen zu bewahren, werden seit einem Jahr Schilder mit der Aufschrift "Elk-X-ING" [Vorsicht, Hirsche kreuzen] am Straßenrand platziert.

Die Tiere tragen Peilsender am Hals. Kommt die Herde dem Highway nahe, lösen sie ein Blinksignal auf den Straßenschildern aus.