Hirsche und Wölfe versenden SMS
Sei es nun, um Elche vor Verkehrsunfällen zu bewahren, sei es, um das Raumnutzungsverhalten von Hirschen und Wölfen zu beobachten - selbst vor Wildtieren macht die zunehmende Vernetzung keinen Halt.
Seit dem 14. März 2002 wird von dem deutschen Fielitz-Umweltanalyse-Institut eine weltweit neue Technik bei der Beobachtung von Hirschen und Wölfen eingesetzt.
Mittels eines GPS-Halsbandes mit integriertem GSM-Modem wird der Aufenthaltsorte der Tiere per Satellit - gleich einer SMS - ein Mal pro Tag an die Forschungszentrale versendet.
Das Halsband wiegt inklusive Gerätschaft 750 Gramm und wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Vectronic-Aerospace entwickelt.
Dr. Fielitz UmweltanalysenDaten am PC auslesen
Neben den Positionskoordinaten werden auch Uhrzeit, Datum und Anzahl der zur Positionsberechnung verwendeten Satelliten sowie die Umgebungstemperatur und der Aktivitätszustand [Tilt] des Tieres aufgenommen.
Alle Daten werden im GPS-Halsband dauerhaft gespeichert und können direkt - über eine Schnittstelle am PC - ausgelesen werden.
Zur weiteren Auswertung werden die Daten in Gauß-Krüger-Koordinaten umgerechnet und als dBase-Dateien in ein geografisches Informationssystem übertragen.
Untersuchungsgebiet mit Position abgleichen
Hierfür werden die Untersuchungsgebiete in verschiedene
thematische Karten digitalisiert und mit den Positionskoordinaten
der telemetrierten Tieren überlagert.
GPS-Telemetrie an WildtierenVorsicht, Hirsche kreuzen
Was amerikanischen Elchen im Bundesstaat Washington zum eigenen Schutz widerfährt, kann technologisch gesehen mit dem deutschen GPS-GSM-Halsband nicht mithalten, ist aber seiner Einfachheit wegen erwähnenswert.
Um die 500 Kilogramm schweren Tiere vor einer Kollision mit Fahrzeugen zu bewahren, werden seit einem Jahr Schilder mit der Aufschrift "Elk-X-ING" [Vorsicht, Hirsche kreuzen] am Straßenrand platziert.
Die Tiere tragen Peilsender am Hals. Kommt die Herde dem Highway nahe, lösen sie ein Blinksignal auf den Straßenschildern aus.
Herde wächst, Vorgärten gehen
Die Maßnahme trägt bereits Früchte. Die auf 50 Mitglieder
geschätzte Herde wächst. Lediglich Besitzer von Vorgärten werden
sich über diese Produktivität nicht freuen: Wie man die Tiere von
diesen fern hält, ist noch nicht bekannt.
Keine Elche im Internet
