Metabox verlässt den Neuen Markt
Das angeschlagene Multimedia-Unternehmen Metabox nimmt Abschied vom Frankfurter Neuen Markt und will damit einen sechsstelligen Betrag sparen.
Die Anleger reagierten heute allerdings skeptisch auf die Ankündigung des einstigen Börsenstars. Die Aktie verlor bis zum Nachmittag gut 13 Prozent auf 0,40 Euro. Auf ihrem Höhepunkt Mitte 2000 hatte sie bei gut 42 Euro notiert.
Der Hersteller von TV-Set-Top-Boxen war im vergangenen Jahr Vorwürfen irreführender Mitteilungen und des Insiderhandels ausgesetzt. Im November zog das Unternehmen einen bereits eingereichten Insolvenzantrag zurück. Inzwischen kann Metabox nach eigenen Angaben auf neue Investoren hoffen.
Metabox vor InsolvenzverfahrenFreiwilliger Abgang
Noch vor wenigen Wochen hatte sich das Unternehmen gegen die von der Deutschen Börse angestrebte Verbannung vom Neuen Markt juristisch gewehrt.
Den nun selbst angekündigten Ausstieg begründete eine Metabox-Sprecherin damit, dass der Vorstand durch den Wechsel auf den geregelten Markt Kosten zum Beispiel bei den Quartalsberichten sparen wolle.
Metabox habe zudem weitere Anteile an der Immobilientochter Metagrund Immobilien GmbH zum Preis von 210.000 Euro verkauft.
