03.04.2002

XEROX

Millionenstrafe für geschönte Bilanzen

Xerox will einen Schlussstrich unter die seit zwei Jahren laufenden Untersuchungen der Konzernbilanzen ziehen.

Der Drucker- und Kopiererhersteller wird die Bilanzen der letzten fünf Jahre korrigieren und an die US-Börsenaufsicht SEC zehn Millionen USD Strafe zahlen.

Es handelt sich dabei um die bisher höchste Zivilstrafe, die an die SEC entrichtet wurde.

Bilanzkorrektur

Wie das Unternehmen mitteilte, sind von den nun vorgesehenen Korrekturen Umsätze in Höhe von über zwei Milliarden USD betroffen.

Durch die Nachbesserungen könnten sich Ergebnisabweichungen von bis zu 300 Millionen USD oder rund zehn Prozent des gesamten Vorsteuergewinns ergeben.

Auch für das Geschäftsjahr 2001 plant Xerox eine Überarbeitung seiner Zahlen. Diese waren bereits veröffentlicht, jedoch noch nicht in einem offiziellen Statement an die SEC weitergeleitet worden.

Dem Unternehmen wurde eine Frist von 15 Tagen gewährt, dieser Pflicht nachzukommen. Xerox räumt damit bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres ein, nicht sauber bilanziert zu haben.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen aus Stamford, Connecticut, Unregelmäßigkeiten eingestanden und die Bilanzen für die Jahre 1998 bis 2000 korrigieren müssen.