Alte Computer für Schulen in Afrika
Computer, die in Europas Büros bereits ausgedient haben, werden von der britischen Hilfsorganisation African Educational Programme für Schulen in Afrika verwendet.
Das Projekt wurde von einem in Großbritannien lebenden Ugander gestartet. Bereits im Sommer werden die ersten Geräte nach Afrika geschickt werden.
Ausgediente Computer
"Bei den meisten PCs, die wir erhielten, handelte es sich um
Geräte, die wegen schwacher Leistung gegen neue ausgetauscht
werden", so Morris Agaba, Forscher an der Universität Stirling und
Begründer der EDV-Unterstützung. Die Idee zu der Initiative kam ihm
schon vor einigen Jahren, als er sah, wie viele funktionierende PCs
in Unternehmen gegen neue Systeme ausgetauscht wurden. Die alten PCs
wurden zumeist verschrottet.
Universität StirlingEinfache Textverarbeitung
Die ersten 50 PCs sind für eine Sekundärschule 250 Kilometer nordöstlich von Kampala in Uganda bestimmt.
Dort gebe es, so Agaba, einen einzigen Computer, mit dem die Administrationsarbeit der Schule erledigt wird. Die meisten der rund 1.000 Schüler haben vermutlich überhaupt noch niemals einen Rechner zu Gesicht bekommen.
"Die PCs sollen das Lernen erleichtern und den Horizont der Schüler erweitern", so Agaba. Die Geräte werden mit einfachen Textverarbeitungs- und Grafikprogrammen ausgestattet sein.
Die meisten der Geräte, die den Weg nach Afrika antreten werden, stammen im Moment noch direkt von der Universität Stirling. Agaba ist aber zuversichtlich, dass es sehr viel mehr ausgediente Geräte bei anderen Unternehmen gibt, die ebenfalls für das neue Bildungsprogramm in Afrika verwendet werden könnten.
African Educational ProgrammeEhrgeizige Pläne
In Zukunft sollte es für die Schüler auch möglich sein, im Internet zu surfen.
Das größte Problem sind im Augenblick die teuren Transportkosten nach Uganda.
Außerdem ist es notwendig, dass zumindest einige Lehrer der Schule in Europa EDV-Kurse besuchen, damit sie ihr Wissen den Schülern weitervermitteln können.
