Qwest schreibt 30 Mrd. USD ab
Der US-Telekom-Anbieter Qwest hat heute angekündigt, bis zu 30 Milliarden USD an Firmenwertabschreibungen vorzunehmen.
Qwest folgt damit dem Beispiel vieler anderer großer IT-Unternehmen wie AOL, die durch neue, verbindliche US-Bilanzierungsregeln ihre teuren Akquisitionen wertberichtigen müssen.
Seit Beginn dieses Jahres müssen US-Firmen den so genannten "Goodwill"-Anteil an Unternehmenskäufen nämlich jährlich angeben. Der Goodwill-Anteil ist jener, der über den objektiven Preis hinaus bezahlt wurde - und dieser war während des Internet-Hypes in der Regel Schwindel erregend hoch.
Analysten gehen davon aus, dass allein in den USA Telekom-Unternehmen inklusive Branchenriese AT&T Goodwill-Abschreibungen in der Höhe von einer Billiarde USD vornehmen werden.
Die wahren Kosten der Dot.com-BlaseSchlechtes Timing
Konkret geht es im Fall von Qwest um das Tochterunternehmen US West, das im Juni 2000, mitten im IT- und Telekom-Hype, übernommen wurde.
Der Wert dieses Unternehmens soll nun den tatsächlichen Marktverhältnissen angepasst werden und reflektiere den Preisverfall in der Telekom-Branche, hieß es in einer Aussendung.
