Visitenkarten mit dem Handy einscannen
Schwarz-weiß gemusterte Quadrate könnten bald auch hier zu Lande auf Werbeplakaten, Visitenkarten und auch Gebäuden zu finden sein. Hinter der Strichcode-Grafik verbergen sich Informationen und auch Links zu Websites, die via Fotohandy ausgelesen werden können.
In Japan ist die mobile Strichcode-Erweiterung bereits auf vielen Rückseiten von Visitenkarten zu finden.
Statt die Kontaktdaten mühsam abzutippen, wird der Code nur noch mit dem Handy gescannt und die Information automatisch ins Adressbuch übertragen.
Auch in japanischen Supermärkten und an Bushaltestellen kann man mit den zweidimensionalen Codes zusätzliche Produktinformationen oder die Abfahrtszeiten der öffentlichen Verkehrsmittel auf das Handy laden.
Weite Verbreitung von Kamerahandys
Immer mehr Mobiltelefone bieten neben der Telefonie auch einen Musikplayer, Kamerahandys sind fast schon Standard.
"2CODDE" in Österreich
Um die Codes zu entschlüsseln, werden ein Fotohandy und eine kostenlos erhältliche Lesesoftware benötigt.
Der österreichische Anbieter Styriaware will das Auslesen elektronischer Informationen mittels der 2-D-Strichcodes nun auch hier zu Lande etablieren.
Der "2CODDE" läst sich mit beliebigen Informationen bestücken, auch die direkte Weiterleitung zu bestimmten Websites ist möglich.
So könnte ein Code auf der Leinwand im Fußballstadion stehen - dahinter der Link zu einer Online-Wettseite. Das mühsame Abtippen entfällt.
Links zu Wikipedia-Artikeln
Beim Projekt "Semapedia" werden etwa Wikipedia-Artikel direkt in der realen Welt [so kleben etwa Infos über eine Sehenswürdigkeit direkt auf der Sehenswürdigkeit] über die handylesbaren Semacodes verlinkt.
4,5 x 4,5 Zentimeter große Kästchen
Auf T-Shirts angebracht, können die 2CODDEs auf Abfrage originelle Sprüche zum Besten geben.
Derzeit müssten die Codes noch relativ groß [4,5 x 4,5 Zentimeter] gedruckt werden, da die aktuellen Handys noch eine relativ schlechte Auflösung besitzen.
Mit hochauflösenderen Handykameras schrumpft die Quadratgröße in Zukunft auf einen mal einen Zentimeter oder noch kleiner.
Die Erstellung eines persönlichen Codes ist bei 2CODDE kostenpflichtig, die Daten hinter einem einmal gekauften Code können danach jederzeit kostenlos geändert werden. Ab Ende Juni soll die Lesesoftware für Sony Ericsson, Nokia und Motorola bereitstehen.
Informatik-Büroräume beschriftet
Auch an der Universität Wien läuft bereits ein Pilotprojekt mit "UniqueID"-Codes.
Studenten der Fakultät für Informatik haben in den vergangenen Monaten sämtliche Büroräume der Fakultät mit den Datamatrix-Codes beschriftet, um Informationen über Sprechstunden, Verantwortungsbereiche, Serviceleistungen über die Handykamera zugänglich zu machen.
Ob die Codes hier zu Lande eine weite Verbreitung finden, bleibt abzuwarten.
In den USA und Japan sind die Muster aus schwarzen und weißen Quadraten jedenfalls immer öfter auf Flyern, Autos, in Zeitungen und auf öffentlichen Plätzen zu sehen.
Eine Fotogalerie auf flickr.com zeigt, wo die Codes bereits überall zu finden sind.
(APA)
