29.03.2002

RESOURCE

Bildquelle: Berkeley

Billige Solarzellen aus Plastik

Chemikern der University of California, Berkeley, ist es gelungen, kostengünstige Solarzellen aus Plastik zu entwickeln.

Die Zellen sollen flexibel genug sein, um auf jeder Oberfläche befestigt zu werden, und Strom für tragbare elektronische Geräte zu liefern.

Solarzellen auf der Kleidung

Obwohl der Wirkungsgrad noch um den Faktor zehn verbessert werden muss, hat die Technologie laut Chemiker Paul Alivisatos das Potenzial, Mängel bestehender Solarzellen auszumerzen.

"Die Solarzellen können auf Plastik gedruckt werden, das eröffnet ganz neue Anwendungsmöglichkeiten", erklärt Janke J. Dittmer, ein Mitarbeiter von Alivisatos.

"Man könnte Solarzellen sogar direkt auf der Kleidung anbringen, um tragbare Geräte wie zum Beispiel Radios, zu betreiben."

Hybrid-Solarzelle

Tatsächlich ist die entwickelte Solarzelle ein Hybrid und besteht aus winzigen Nanodrähten, die in einem organischen Kunststoff beziehungsweise Plastik verteilt sind. Eine Schicht ist dabei nur 200 Nanometer [ein Tausendstel der Dicke eines menschlichen Haares] dick und zwischen zwei Elektroden mit einer Stromleistung von 0,7 Volt gepackt.

"Quick and Dirty"

Ein weiterer Vorteil ist die kostengünstige Herstellung der Hybrid-Solarzellen.

Die Produktion geht "quick and dirty" in einem einfachen Laborbehältnis und muss nicht in sterilen Räumen oder Vakkum-Kammern vonstatten gehen, wie dies bei photovoltaischen Applikationen auf Halbleiterbasis der Fall ist.

Optimierung

Um das derzeitige Produkt noch zu optimieren, wollen die Forscher im nächsten Schritt die Nanodrähte dichter zusammenpacken und so gestalten, dass sie verschiedene Farben des Sonnenlicht-Spektrums absorbieren.