29.03.2002

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France Telecom mit UMTS-Ärger

Der Chef des französischen Telekommunikationskonzerns France Telecom, Michel Bon, hat vor einem Zusammenbruch von vier Mobilfunkbetreibern in Deutschland gewarnt, falls die Regulierungsbehörde weiterhin Fusionen von UMTS-Lizenzinhabern erschwere.

Sollte sich daran nichts ändern, "laufen in Deutschland vier UMTS-Anbieter Gefahr, Bankrott zu gehen", sagte Bon dem Nachrichtenmagazin "Focus" in einem heute erschienenen Vorabbericht. Damit meine Bon die vier kleineren Lizenznehmer MobilCom, E-Plus, Quam und O2 [bisher Viag Interkom].

Großaktionär bei MobilCom

France Telekom ist über ihre Mobilfunktochter Orange mit 28,5 Prozent Großaktionär bei MobilCom. Nach langen Differenzen über die UMTS-Kosten einigte sich das französische Unternehmen mit dem anderen Großaktionär, MobilCom-Chef Gerhard Schmid, in der vergangenen Woche auf einen Verkauf seines 40-Prozent-Anteils an eine Gruppe von Banken.

Die UMTS-Lizenzen waren im Jahr 2000 für jeweils rund 8,5 Milliarden Euro ersteigert worden. Branchenexperten gehen davon aus, dass sich zumindest ein Teil der Lizenznehmer mit der Ersteigerung finanziell übernommen hat.