Röntgenbilder vom Herzen der Milchstraße
Drei Quasare aus der Frühzeit des Universums hat der NASA-Röntgen-Satellit "Chandra" aufgespürt.
Sie sind 13 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt, berichtete die US-Raumfahrtbehörde am Donnerstag in Huntsville [Bundesstaat Alabama].
Sie entstanden, als das Weltall "nur" eine Milliarde Jahre alt war und gerade sieben Prozent seines jetzigen Alters hatte.
Röntgenstrahlen aus der Morgendämmerung
"Chandras hervorragende Empfindlichkeit hat die Entdeckung von
Röntgenstrahlen aus der Morgendämmerung des modernen Universums
möglich gemacht, als die ersten massiven Schwarzen Löcher und
Galaxien geformt wurden", sagte der US-Wissenschaftler Niel Brandt.
ChandraAufnahmen der chaotischen Zentralregion
Die jungen Quasare unterscheiden sich nach den Erkenntnissen der Forscher nicht von älteren Vettern.
Panorama-Aufnahmen der chaotischen Zentralregion unserer Galaxie gelang "Chandra" schon im Januar dieses Jahres.
Umgeben von einem viele Millionen Grad heißen Nebel scharen sich demnach im Zentrum der Milchstraße hunderte Weißer Zwergsterne, Neutronensterne und Schwarze Löcher um ein gigantisches zentrales Schwarzes Loch.
Mosaik enthüllt Quellen der Röntgenstrahlung
Das aus vielen Einzelaufnahmen zusammengesetzte Röntgen-Mosaik
enthüllte die Quellen der Röntgenstrahlung aus dem galaktischen
Zentrum, über deren Herkunft die Astrophysiker rund 20 Jahre lang
gerätselt haben.
Hubble: Die Jahreszeiten des SaturnNeutronen- und Weiße Zwergsterne
Insgesamt konnte Chandra bisher rund 1.000 starke Röntgenquellen entdecken, darunter Neutronen- und Weiße Zwergsterne, von denen bisher nur rund 20 bekannt waren.
