Handy-Besitzer drängt es zum M-Commerce
Ein Marktforschungsunternehmen prophezeit dem M-Commerce wieder einmal eine große Zukunft:
Liest man die Mobinet-Studie von A.T. Kearney, hat es sogar den Anschein, als würden Handy-Nutzer nur darauf warten, ihr Handy endlich als elektronische Geldbörse nutzen zu können.
44 Prozent aller Mobiltelefonierer weltweit können sich laut dieser Studie vorstellen, kleinere Beträge wie Taxifahrten oder Bahntickets per Handy zu bezahlen.
Tatsächlich nutzen jedoch erst magere zwei Prozent der Handy-Besitzer die elektronische Geldbörse, weil Anbieter und Technik bisher keineswegs ausgereift sind.
Rasantes Wachstum der SMS-Werbebotschaft
Werbung über SMS ist nach Angaben von A.T. Kearney immer weiter
verbreitet. Im Juli 2001 gab knapp ein Prozent der Befragten an,
Werbung per SMS zu erhalten. Inzwischen ist dieser Wert auf
durchschnittlich 35 Prozent angestiegen. Spitzenreiter bei der
SMS-Werbung ist mit 63 Prozent Südkorea, gefolgt von Deutschland mit
47 Prozent.
M-Commerce bringt 83 Milliarden Euro41 Prozent der Europäer schicken eine SMS/Tag
SMS wird seinen Siegeszug fortsetzen, so die Studie weiter.
80 Prozent der Befragten in Finnland und Großbritannien verschicken mindestens einmal monatlich eine SMS, in Schweden, Italien und Deutschland liegt der Wert bei 75 Prozent.
Im Schnitt aller Länder versenden 35 Prozent aller Befragten mindestens einmal täglich eine SMS, unter europäischen Handynutzern liegt der Wert sogar bei 41 Prozent, in Asien bei 33 Prozent. 89 Prozent der Befragten in den USA hingegen haben noch nie eine SMS verschickt.
5.600 Handy-Nutzer befragt
Für die Studie wurden im Jänner 2002 von A.T. Kearney und der
Cambridge Business School 5.600 Handy-Nutzer in vierzehn Ländern
[Australien, China, Deutschland, Finnland, Frankreich,
Großbritannien, Hongkong, Italien, Japan, Südkorea, Schweden,
Singapur, Taiwan, USA] zu ihren Gewohnheiten in Sachen Handy-Nutzung
befragt.
A.T. Kearney
