28.03.2002

MUSKELSPIEL

Bildquelle: fuZo

Lautlos plaudern mit dem Handy

6:00 Uhr morgens, Tokyo. Die U-Bahn ist gefüllt mit japanischen Commutern auf dem Weg zur Arbeit. Scheinbar unbemerkt von den anderen Fahrgästen, spricht eine Masse von Leuten mit geistesabwesendem Blick lautlos ins Leere.

Was der Betrachter dieser Szene nicht weiß: Diese Leute machen weder Kauübungen, noch sind sie dem Wahnsinn verfallen.

Diese Leute telefonieren bzw. schreiben ein E-Mail. Zumindest wenn es nach den Entwicklern des japanischen Telekom-Anbieters DoCoMo geht.

Entwicklung bis 2007

"Die Technologie befindet sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium", so Mariko Wada, Sprecherin für NTT DoCoMo in Tokyo.

Erste Tests konnten jedoch eine 100-prozentige Genauigkeit bei der Erkennung von Vokalen beweisen.

Laut Wada ist dies das erste Mal, das solch ein System ohne Fehlerquotient auskommt. Das Unternehmen hofft, die Entwicklung in fünf Jahren abgeschloßen zu haben.

Vibrationen durch den Körper

Bereits entwickelt wurde ein Handy, dass akkustische Signale als Vibrationen durch den Körper schickte und vom Ohr aufnehmen lässt.

Ein zusätzliches Anwendungsfeld für die lautlose Technologie sehen die Forscher bei E-Mail-Anwendungen auf mobilen Geräten.

Sind die Wörter einmal erkannt, können sie genau so gut in Schrift umgewandelt werden. Und damit das Verfassen von E-Mails schneller und einfacher gestalten.