27.03.2002

CRASH-TEST

Bildquelle: Fraunhofer

Software simuliert Airbag-Entfaltung

Mathematiker des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik [ITWM] können mit Hilfe eines Software-Partikelverfahrens simulieren, wie sich ein Airbag entfaltet.

Den Wissenschaftlern gelang es, die komplizierten Strömungsverhältnisse, die beim Öffnen des Airbags entstehen, zu berechnen. Damit können Kräfte, die bei der Entfaltung der Airbags entstehen, in eine Crash-Simulation mit einbezogen werden.

In letzter Konsequenz lassen sich Airbags laut den Forschern künftig sogar auf die jeweiligen Fahrzeuglenker oder Beifahrer einstellen.

Software simuliert explosionsartiges Aufblasen

Zur Berechnung der Vorgänge im Inneren des Luftkissens benutzen die Experten ein spezielles mathematisches Verfahren, das auf die hochgradig veränderliche Geometrie der Airbag-Entfaltung eingeht.

Aus diesem Grund werden die Strömungsverhältnisse mit einem Partikelverfahren berechnet, bei dem mathematisch dargestellt wird, wie sich die Partikel mit der Strömung bewegen.

Die Wissenschaftler haben so ein Softwaretool entwickelt, dass das explosionsartige Aufblasen des gefalteten Airbags realistisch simuliert.

"Die Simulationsergebnisse stimmen mit den real erhobenen Messwerten hervorragend überein", so Kuhnert.