27.03.2002

ALLES MOLL

Bildquelle: bc

Deutschland-Debakel für Blue C

Die Pleite seiner deutschen Tochter zwingt den ehemals am Neuen Markt notierten Wiener E-Business-Dienstleisters Blue C Consulting zum Rückzug auf das rein österreichische Geschäft.

Wie Blue C heute mitteilte, musste die Hanauer Tochter Internetdienste.de AG Insolvenz anmelden. Das Unternehmen war erst Mitte September 2001 mit damals 42 Mitarbeitern und drei Millionen Euro Jahresumsatz zugekauft worden.

Dauer-Patient

Als Grund für die Insolvenz nannte Blue C "akute Liquiditätsmängel auf Grund von nicht einbringlichen Kundenforderungen und die sehr schwierige Marktlage für Internetdienstleistungen" genannt.

Erschwerend hinzugekommen sei eine Krankheit des Gründers und Blue C-Vorstands Klaus Uwe Stern, der die gesamte Geschäftsentwicklung in Deutschland verantwortete.

Blue C ist seit der Firmengründung 1994 mit roten Zahlen konfrontiert. Im Februar hatte das Unternehmen angekündigt, der für das erste Quartal 2002 angepeilte Break-Even werde wegen verzögerter Projektentscheidungen nicht möglich sein.