Bertelsmann mit sattem Überschuss
Der Medienkonzern Bertelsmann hat trotz der weltweiten Konjunkturflaute und schwacher Werbemärkte von Juli bis Dezember 2001 einen Überschuss von 931 Millionen Euro erzielt.
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Dazu hätten neben einem Konsolidierungsprogramm zur Vorbereitung des Börsengangs Veräußerungsgewinne vor allem aus dem Teilverkauf von Anteilen am Internet-Provider AOL Europe und der AOL in Höhe von 2,2 Milliarden Euro beigetragen, teilte das Unternehmen mit.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [Ebitda] lag in dem verkürzten Berichtszeitraum bei 1,7 Milliarden Euro. Den Umsatz bezifferte Bertelsmann auf 9,7 Milliarden Euro.
Konzernchef Thomas Middelhoff erklärte, er rechne für 2002 mit einem operativen Ergebnis, das deutlich über dem des vergangenen vollen Geschäftsjahres 2000/2001 liegen werde. In den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres hätten sich nahezu alle Unternehmensbereiche besser als im Vorjahr entwickelt.
AOL will Bertelsmann bar auszahlenInternet-Anlaufverluste
Die Geschäftsentwicklung im Rumpfgeschäftsjahr sei von einem weltweiten Konjunktureinbruch geprägt gewesen, der sich durch die Anschläge in den USA am 11. September noch verstärkt habe, teilte das Unternehmen weiter mit.
Die "Internet-Anlaufverluste", die im Geschäftsjahr 2000/2001 mit 866 Millionen Euro noch einen Höhepunkt erreicht hatten, seien auf 226 Millionen Euro deutlich reduziert worden.
