UTA erwägt Kartellklage gegen TA
Der zweitgrößte heimische Telekomkonzern UTA erwägt eine kartellrechtliche Klage gegen den Marktführer Telekom Austria [TA]. Der Vorwurf lautet auf unlauteren Wettbewerb.
UTA-Sprecher Martin Halama bestätigte am Dienstag einen diesbezüglichen Bericht des aktuellen Wirtschaftsmagazins "trend". "Wir haben den Verdacht, dass die TA nicht genehmigte Tarife unter den eigentlichen Kosten anbietet", sagte Halama am Dienstag.
Die Klage sei derzeit in Vorbereitung, eingebracht habe man sie aber noch nicht.
Verdacht auf Tarifdumping
Als Beispiel nennt Halama die Technische Universität in Graz, der
die TA laut Halama pro Gesprächsminute in der Lokalzone 1,64 Cent
verrechnet. Die UTA zahle der TA für eine Minute Leitungsmiete ein
Zusammenschaltungsentgelt [Interconnection] von 1,74 Cent. Dies
deute darauf hin, dass die Gebühren, die die TA der Uni Graz
verrechne, unter den Kosten lägen, so Halama.
UTAÄhnliche Verfahren
Beim Telekom-Regulator RTR hat die UTA diesbezüglich bereits Beschwerde eingelegt.
Dies habe aber bisher kein Ergebnis gebracht, sagt der UTA-Sprecher.
Ähnliche von der UTA angestrengte Verfahren laufen beim Regulator wegen eines TA-Sondertarifs für die Allgemeine Unfallversicherung [AUVA] und für das Arbeitsmarktservice [AMS].
