Autonomer Staubsauger-Roboter
Der japanische Elektronik-Hersteller Matsushita testet einen staubsaugenden Roboter, der in zwei bis drei Jahren in Japan für knapp 4.000 USD auf den Markt gebracht werden soll.
Doch das namenlose Testmodell, das der Öffentlichkeit am Montag präsentiert wurde, hat noch seine Macken. Es stößt immer noch regelmäßig gegen Stuhlbeine und schafft es nicht in den Ecken zu saugen.
Größe eines Basketballs
Die Entwicklung der schnurlosen Maschine, die nur ein wenig
größer als ein Basketball ist, verschlang bis jetzt 200 Millionen
Yen [1,5 Millionen USD]. Das Gerät wurde nur für den japanischen
Markt entwickelt, Exportpläne bestehen derzeit nicht, erklärte der
Mutterkonzern von Panasonic.
PanasonicProblem: Die Ecken
Der Staubsauger-Roboter hat an der Vorder- und Hinterseite Augen-ähnliche Lämpchen und ist mit 50 Schall-, Infrarot- und anderen Sensoren ausgestattet, um Hindernisse wie Mauern oder Treppen zu erkennen und auszuweichen. Die Batterien können das Gerät 55 Minuten lang mit Energie versorgen.
Der Haushaltsroboter misst die Größe des zu reinigenden Zimmers, durch Umkreisen und einmaliges horizontales und vertikales Durchkreuzen des Raumes. Er soll 92 Prozent des Bodens säubern können.
In den Ecken schafft er es jedoch nicht Staub zu saugen, da die Programmierung vorsieht, 15 Zentimeter vor einer Wand oder einem anderen Hindernis, das mindestens drei Zentimeter breit ist, zu stoppen.
Im Mai soll in einigen japanischen Haushalten eine ausgiebige Testphase des Putzteufels starten.
Hausarbeit automatisieren
Matsushita hat vor die entwickelte autonome Technologie auch in
anderen Haushaltsrobotern einzusetzen. Zusätzlich ausgestattet mit
Kameras und mobilen Verbindungen sollen sie als Sicherheitskräfte
oder Aufpasser für Kinder oder ältere Leute zum Einsatz kommen. "Wir
versuchen schon lange die Hausarbeit zu automatisieren," sagt
Matsushita-Chef Yoshitaka Hayashi. "Roboter werden eines Tages
unsere Häuser rund um die Uhr bewachen während wir in Ruhe
schlafen."
Matsushita
