MobilCom-Chef verkauft alle Aktien
Nach wochenlangem Gezerre mit France Télécom will MobilCom-Chef Gerhard Schmid alle seine Aktien verkaufen und seinen Posten aufgeben.
Allerdings würden bei dem Geschäft Banken zwischengeschaltet, sodass die Franzosen die Kaufsumme nicht sofort aufbringen müssten, sagte Schmid der "Telebörse" [Mittwochsausgabe].
"Ich werde sämtliche Anteile an Banken verkaufen, die von France Télécom ausgewählt werden." Schmid will spätestens Mitte kommenden Monats zurücktreten.
Ab Mitte April ist Schmid weg
Entgegen anderslautender Meldungen wird Schmid nicht in Aktien
der France-Télécom-Mobilfunktochter Orange ausgezahlt, sondern in
bar. Er scheidet nach eigenen Angaben als Vorstand aus der MobilCom
AG aus, wenn er "die letzte MobilCom-Aktie an France Télécom oder
die von ihr genannten Banken übereignet habe". Die sei "spätestens
Mitte April" der Fall.
MobilComStreit um UMTS-Strategie
France Télécom ist derzeit mit 28,5 Prozent an MobilCom beteiligt. Seit Wochen trugen der Pariser Konzern und der MobilCom-Hauptaktionär Schmid einen heftigen Streit um die Strategie und Finanzierung für den UMTS-Mobilfunk aus. Nun hat Schmid das Handtuch geworfen.
