25.03.2002

GESCHRAUBT

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Neue Methode der Videokompression

Mit einer radikal neuen Methode in der Videokompression tritt die Pulsent Corporation an die Öffentlichkeit.

Das System, an dem das Unternehmen in den letzten vier Jahren geforscht hat, soll die Größe von Videos deutlich verringern.

Die geschrumpften Videodaten sollen bei vergleichbarer Qualität lediglich ein Viertel der MPEG2-Datenmenge benötigen. Anstelle von 4 Mbps bei TV-Qualität komme man auf 1,5 Mbits.

Die Pulsent-Methode

Bei bisherigen Kompressionsverfahren wurden die Pixel in einzelnen Bildframes eines Videos in gleichfarbige Blöcke aufgeteilt und deren Veränderung zum nächsten Bild als Information gespeichert.

Die Pulsent-Methode dagegen identifiziert strukturelle Elemente ["Objekte"] eines Bildes und modelliert deren Bewegung von Bild zu Bild. Der Vorteil sei, so die Entwickler, dass mit dieser Methode die Objekte weitaus genauer und realitätsnäher verfolgt werden können.

Kompatibel zu MPEG

Pulsent will seine Komprimierungs-Methode kompatibel zu etablierten Standards wie MPEG gestalten, so dass die Übertragung etwa durch MPEG-Transport-Stream-Protokolle möglich sind und die bestehenden Übertragungskanäle problemlos genutzt werden können. Auch die Kodierung vom einen System ins andere in Echtzeit soll möglich sein, so Pulsent.

Die Methode von Pulsent beruht jedoch zum Teil auf Hardware-basierter Komprimierung. Die benötigten Multimedia-Chips mit MPEG-1, MPEG-2 und MPEG-4-Support sollen bis zum Ende des Jahres in Massenproduktion hergestellt und an Produzenten von Set-Top-Boxen und Computern geliefert werden können.