Neue Methode der Videokompression
Mit einer radikal neuen Methode in der Videokompression tritt die Pulsent Corporation an die Öffentlichkeit.
Das System, an dem das Unternehmen in den letzten vier Jahren geforscht hat, soll die Größe von Videos deutlich verringern.
Die geschrumpften Videodaten sollen bei vergleichbarer Qualität lediglich ein Viertel der MPEG2-Datenmenge benötigen. Anstelle von 4 Mbps bei TV-Qualität komme man auf 1,5 Mbits.
Chance bei Video-on-Demand
Märkte sieht das Unternehmen vor allem im Video-on-Demand über
ADSL und im High-Definition Television [HDTV]. Doch auch bei
Personal Video Recorders [PVR] und Kabel- und Satellitenkanälen
sollen durch die Komprimierungsmethode die Kapazitäten stark
gesteigert werden können.
PulsentDie Pulsent-Methode
Bei bisherigen Kompressionsverfahren wurden die Pixel in einzelnen Bildframes eines Videos in gleichfarbige Blöcke aufgeteilt und deren Veränderung zum nächsten Bild als Information gespeichert.
Die Pulsent-Methode dagegen identifiziert strukturelle Elemente ["Objekte"] eines Bildes und modelliert deren Bewegung von Bild zu Bild. Der Vorteil sei, so die Entwickler, dass mit dieser Methode die Objekte weitaus genauer und realitätsnäher verfolgt werden können.
Microsoft, Real Networks, DivX,...
Das Start-up Uternehmen reiht sich damit in eine lange Liste von
Rivalen wie Microsoft, Real Networks, DivX Networks und andere ein,
die allesamt hoffen den entscheidenden Durchbruch auf dem Gebiet der
Videokompression für künftige Video-on-demand-Services zu erreichen.
Vom Hacker-Tool zum Hollywood-StandardKompatibel zu MPEG
Pulsent will seine Komprimierungs-Methode kompatibel zu etablierten Standards wie MPEG gestalten, so dass die Übertragung etwa durch MPEG-Transport-Stream-Protokolle möglich sind und die bestehenden Übertragungskanäle problemlos genutzt werden können. Auch die Kodierung vom einen System ins andere in Echtzeit soll möglich sein, so Pulsent.
Die Methode von Pulsent beruht jedoch zum Teil auf Hardware-basierter Komprimierung. Die benötigten Multimedia-Chips mit MPEG-1, MPEG-2 und MPEG-4-Support sollen bis zum Ende des Jahres in Massenproduktion hergestellt und an Produzenten von Set-Top-Boxen und Computern geliefert werden können.
