Kombichip für Funk-LAN-Standards
Im boomenden WLAN-Markt konkurrieren mehrere Übertragungsstandards mit unterschiedlichen Frequenzbändern und Übertragungsprotokollen.
Die Dresdener Firma Systemonic hat jetzt einen Chipsatz vorgestellt, der sich per Software universell an den jeweiligen Standard anpassen lässt.
Bislang kommen vor allem WLANs nach IEEE 802.11b zum Einsatz. Dieser Standard arbeitet bei 2,4 GHz mit 11 MBit/s Transferrate.
National belegte Frequenzen berücksichtigen
Die im 5-GHz-Band arbeitende Technik bietet eine
Bruttodatentransferrate von 54 MBit/s. Hier sind aber nicht nur wie
beim 2,4-GHz-Band zahlreiche national belegte Frequenzen zu
berücksichtigen.
Drahtloses Breitband-Internet in GrazFrequenzbereich von 800 MHz bis 6 GHz
Darüber hinaus wurden in Europa Teile des 5-GHz-Bandes bereits für die europäische Konkurrenztechnik HiperLAN reserviert, was für einen Einsatz von 802.11a hier zu Lande aufwendige technische Ergänzungen erfordert.
Bisherige Chipsätze für WLAN-Karten bieten dafür bislang keine befriedigenden Lösungen.
Systemonic stellt nun mit dem Tondelayo-Chipsatz eine komplett programmierbare Lösung für den Physical Layer [PHY] von IEEE 802.11a und 802.11b vor. Sie basiert auf einem schnellen DSP und einem flexiblen HF-Interface, das den gesamten Frequenzbereich von 800 MHz bis 6 GHz abdeckt.
Anpassung an lokale Gegebenheiten
Damit soll nach den Vorstellungen von Systemonic die Anpassung an
lokale Gegebenheiten oder die Implementation eines neuen Standards
nur noch eine Frage der Software sein.
Drahtlose Netzwerke werden sicherAbstimmung per Software
Die Abstimmung des Chipsatzes per Software ermöglicht aber noch weitaus flexiblere Kombikarten.
Dabei denken die Dresdener Entwickler beispielsweise an zusätzliches GPRS und 802.11g, das bei 2,4 GHz durch den Einsatz des 802.11a-Modulationsverfahrens eine Transferrate von 20 MBit/s bieten soll.
