21.03.2002

JAPAN

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Mit dem Handy auf "Verbrecherjagd"

Die Polizei von Osaka will nun die zunehmende Verbreitung von Mobiltelefonen mit Kameras nutzen.

Die Behörden richten eine eigene Hotline ein, an die Opfer oder Zeugen von Verbrechen Fotos und Videoclips senden können.

Fotos zur Identifikation der Täter

Die Polizei entschloss sich zu dieser Maßnahme nach einer plötzlichen Zunahme von Handtaschen-Diebstählen.

Die Bürger sollen ihre Mobiltelefone dazu benutzen, Bilder von den Tätern und von bei einem Verbrechen verwendeten Fahrzeugen an die Polizei zu senden.

Das eingesandte Material soll der Identifikation und Verfolgung der Täter dienen.

Steckbriefe direkt aufs Handy

Vor einiger Zeit schon machte sich die japanische Polizei zur Verfolgung von Schwerstkriminellen die Handybegeisterung der Bevölkerung zu Nutze.

Eine über Mobiltelefon abrufbare Site soll "auch normalen Bürgern ermöglichen, auf Verbrecherjagd zu gehen", sagte ein Polizeisprecher in Tokio. "Jeder Handybenutzer mit Internet-Zugang" könne sich "die Konterfeis auf sein Mobiltelefondisplay laden und mit den Gesichtern verdächtiger Personen auf der Straße vergleichen."

Auf der Seite finden sich den Angaben nach Fahndungsfotos der 25 meistgesuchten Verbrecher Japans.