Red Hat steigert Verlust
Der US-Linux-Distributor Red Hat steigerte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2002 [Ende: 28. Februar] seinen Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahr von 24,2 Millionen US-Dollar auf 41,9 Millionen USD [47,5 Mio. Euro].
Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] erzielte die Firma einen leichten Profit von einer Million US-Dollar, berichtet die "Computerwoche".
Vorjahresgewinn von 2,1 Mio. Euro
Das operative Ergebnis lag damit im Rahmen der von First
Call/Thomson ermittelten durchschnittlichen Analystenerwartungen,
unterbot jedoch den Gewinn des Vorjahreszeitraums in Höhe von 1,9
Millionen USD [2,1 Mio. Euro]. Die Einnahmen gingen im Vergleich zum
Vorjahr von 22 Millionen um 15 Prozent auf 18,6 Millionen USD [21
Mio. Euro] zurück.
AOL: Segen oder Fluch für Linux?Großkunden gegen schlechte Zahlen
Als Konsequenz aus den schlechten Zahlen will das Linux-Unternehmen nun verstärkt Großkunden sein Betriebssystem und zusätzliche Services anbieten.
Als Beweis für erste Erfolge in diesem Bereich meldete Red Hat Vertragsabschlüsse mit zehn großen Unternehmen, darunter Morgan Stanley, AOL, Siemens, die Deutsche Bank sowie die Deutsche Post.
Den erst im Februar 2001 erworbenen Geschäftsbereich Netzwerkberatung löste das Unternehmen dagegen komplett auf.
"Embedded Linux" unter den Erwartungen
In der Abteilung "Embedded Linux" wurde die Mitarbeiterzahl
reduziert, da diese Sparte nach Angaben von Red-Hat-CEO Matthew
Szulik nicht die erhofften Erfolge ausweisen konnte. Nachdem
zumindest ein Teil der Angestellten in die Kernbereiche überführt
wurde, zählt das Unternehmen nun insgesamt noch zwischen 620 und 635
Mitarbeiter.
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