Premiere dreht Piratenkarten ab
Der gebeutelte deutsche Bezahl-TV-Sender Premiere hat eine Sicherheitslücke bei seinen verschlüsselten Programmen geschlossen.
Premiere habe "die größte Angriffsfläche für Hacker versiegelt", teilte das Unternehmen aus der Kirch-Gruppe heute mit.
Seit vergangenem Montag sei der Sender nicht mehr mit Hilfe manipulierter Smartcards zu sehen.
Teure Cracks
Speziell für Händler hatte Premiere Generalkarten für das
komplette Programm zur Verfügung gestellt, die mit einem einzigen
Monitoring-Schlüssel gesichert waren. Ebendieser wurde fortlaufend
geknackt und als Raubkopie vertrieben. Eine dieser Cracker-Pages,
die selbst zumeist keineswegs kostenlos sind, sondern nur über einen
Dialer mit teurer Mehrwertnummer zugänglich sind:
Hacks-cracksNeue Verschlüsselungssysteme
"Analysen haben gezeigt, dass die Mehrheit aller manipulierten Smartcards mit genau dem Monitoring-Schlüssel beschrieben sind", sagte Helmut Stein, Technischer Geschäftsführer bei Premiere.
Deshalb sei die ersatzlose Abschaffung des Monitoring-Schlüssels die "logische Folge" gewesen.
Noch in diesem Jahr will Premiere neue Verschlüsselungssysteme [betacrypt] einsetzen. Damit soll auch die Sicherung einzelner Programme oder TV-Dienste möglich werden.
Betacrypt von Betaresearch
