Mobiler "Soundbug" ersetzt Lautsprecher
Der britische Hersteller von Schreibmaschinen und Farbbändern, Olympia, stellt auf der CeBIT 2002 einen tragbaren Ersatz für konventionelle Lautsprecher und Kopfhörer vor.
Der "Soundbug" verwandelt nach Angaben von Olympia jede harte und glatte Oberfläche in ein Soundsystem. Das Gerät und die zu Grunde liegende Technologie wurde vom Technologieunternehmen Newlands Scientific entwickelt.
Glatte Fläche schwingt mit
Das System des "Soundbug" basiert auf einem Kern aus dem Material
Terfenol-D, das für Sonargeräte der US-Marine entwickelt wurde. In
einem Magnetfeld expandieren und kontrahieren sich die Kristalle von
Terfenol-D mit großer Geschwindigkeit. Kommt der Kern mit einer
glatten Fläche in Kontakt, schwingt diese mit und verwandelt sich in
einen Lautsprecher.
SoundbugWird mit Saugnapf befestigt
Das Gerät in der Größe einer Computermaus wird an den 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss eines CD-, MP3- oder Minidisc-Players angeschlossen. Es wird mit einem Saugnapf auf einer Glas- oder Metallplatte befestigt.
Der "Soundbug" nimmt dann das Signal des Audiogerätes auf und erzeugt mit Hilfe der Oberfläche eine Verstärkung des Eingangssignals ähnlich wie ein Lautsprecher.
Ein einzelnes Gerät kann nach Angaben von Olympia einen Schallpegel von bis zu 75 dBm erzeugen. Dabei genügt die Glasplatte in einem Bilderrahmen.
An Anwendungen wird gearbeitet
Newlands Scientific arbeitet zurzeit an weiteren Anwendungen für
die Technologie wie eine Freisprecheinrichtung für Handys, welche
die gesamte Windschutzscheibe in einen Lautsprecher verwandelt, und
"whispering windows", eine Anwendung, die großflächige
Fensterscheiben für Kommunikations- und Unterhaltungssysteme nutzt.
Newlands ScientificAuch Stereo möglich
Zusätzlich lassen sich auch zwei "Soundbugs" parallel betreiben, um so einen Stereoeffekt zu erzielen.
Die Maße des Gerätes betragen 95 x 50 x 35 mm, das Gewicht liegt - inklusive Batterien - bei 180 Gramm.
Das Gerät ist ab April erhältlich und kostet rund 50 Euro.
