18.03.2002

WETTBEWERB

Bildquelle:

Deutscher DSL-Markt wird reguliert

Die Bonner Regulierungsbehörde will mit niedrigen Preisen für mehr Konkurrenz bei schnellen Internet-Zugängen per DSL sorgen.

Die Deutsche Telekom dürfe von ihren Wettbewerbern ab sofort für die Nutzung von Leitungen zum Endkunden nur 4,77 Euro pro Monat verlangen, teilte die Behörde auf der CeBIT in Hannover mit.

Härterer Wettbewerb

Der Chef der Regulierungsbehörde, Matthias Kurth, zeigte sich überzeugt, "dass sich der Wettbewerb im Bereich der schnellen Internet-Zugänge jetzt deutlich intensivieren wird". Konkurrenten der Telekom hätten nun Planungssicherheit. International liege Deutschland mit dem Monatspreis von 4,77 Euro "im unteren Drittel".

Die Deutsche Telekom bedauerte die Entscheidung. "Damit wird derjenige, der Infrastruktur vorhält, bestraft, und der, der obendrauf sattelt, profitiert", sagte ein Telekom-Sprecher.

Er kündigte an, das Unternehmen werde den Beschluss "juristisch prüfen". Die Deutsche Telekom kontrolliert mit 2,3 Millionen Kunden derzeit weit über 90 Prozent des deutschen DSL-Marktes.