ISO-Norm für Flachbildschirme etabliert
Verbraucher, die einen Flachbildschirm nach ISO 13406-2 erwerben, sollen sich erstmals auf zugesicherte Eigenschaften wie Pixelfehlerklasse und Betrachtungsrichtungsklasse verlassen können. Die neue Norm beinhaltet hohe technische Anforderungen.
Die Anforderungen und die daraus resultierenden technischen Daten sollen wesentlich realistischer sein als die derzeit veröffentlichten Herstellerangaben.
Ein Beispiel sind die Kontrastangaben für beleuchtete Arbeitsbedingungen und nicht die bisher von Herstellerseite angegebenen Kontraste für Dunkelraumbedingungen.
"Die Norm ist bereits im IT-Einkauf bei Projektgeschäften ein Muss", so Stephan Scheuer, Leiter Informationstechnik im Geschäftsbereich Produktsicherheit und -qualität beim TÜV Rheinland Berlin Brandenburg. "Aber auch im Endconsumerbereich wird sie sich etablieren. Denn immer mehr Anwender legen Wert auf vergleichbare Leistungsdaten."
TÜV Rheinland Berlin BrandenburgMindestkriterien werden geprüft
Das ISO 13406-2-Siegel des TÜV signalisiert beispielsweise, dass das Produkt getestet wurde und die Mindestkriterien der Bildqualität in punkto Kontraste, Farben und Reflexionen einhält.
Es werden verschärfte Anforderungen an die Pixelfehlerklasse und Reflexionsklasse gestellt und damit Entspiegelung garantiert:
"Bei unserer Prüfung werden 30 Mindestanforderungen berücksichtigt, für die teilweise aufwendige physikalische Messungen und Berechnungen notwendig sind", so Scheuer.
Die wichtigsten sind dabei die Angabe der Betrachtungsrichtung und der Leuchtdichtegleichmäßigkeit, der Farbgleichmäßigkeit, der Farbunterscheidbarkeit von Reflexionen, der Bildaufbauzeit und die Klassifizierung der Pixelfehler.
