16.03.2002

CEBIT 2002

Bildquelle: CeBIT

Business statt Hype auf der Messe

Bis Samstag war die Stimmung auf der weltgrößten Computermesse CeBIT in Hanover eher abwartend als euphorisch.

Besucher strömten nicht wie in vergangenen Jahren in Massen auf das Messegelände in Hannover, die sonst zur CeBIT üblichen Staus auf dem Messeschnellweg blieben bisher weitgehend aus.

Zugleich ist die erste CeBIT nach dem 11. September weniger schrill als in den vergangenen Jahren. Die großen Mobilfunkanbieter beschallen an ihren Ständen die Halle 12 zwar mit lauter Popmusik. Doch ist die Technologiemesse nach Ansicht von Ausstellern "ruhiger" geworden.

"Der Hype ist vorbei, dafür ist die Qualität der Gespräche am Stand deutlich höher als früher", hieß es bei dem Hersteller von Anti-Viren-Programmen, Symantec. "Die Firmen kommen mit konkreten Problemen und suchen Lösungen. Das war sonst seltener."

Wahlkampf auf der Messe

Während der deutsche Kanzler Schröder [SPD] bei seinem Messerundgang am Mittwoch bereits den Aufbruch zu spüren glaubte, widersprechen ihm Aussteller.

Nach Schätzungen des Branchenverbandes Bitkom steht die Informations- und Kommunikationsindustrie zwar vor einen Aufschwung. Doch wird der deutsche Markt den Prognosen zufolge nach einem schwachen Wachstum von 1,7 Prozent 2001 in diesem Jahr um lediglich 4,2 Prozent zulegen.

Für Westeuropa wird mit einem Plus von 5,4 Prozent gerechnet, während weltweit ein Wachstum von 6,6 Prozent erwartet wird.

Sicherheit als sicheres Geschäft

Symantec registriert auf seinem Messestand ein reges Interesse für seine Sicherheitssoftware.

Das darf nach Einschätzung von Geschäftsführer Hans-Günther Brosius aber nicht mit einer allgemeinen Konjunkturaufhellung verwechselt werden. Vielmehr seien die Unternehmen nach den Anschlägen vom 11. September in den USA wachgerüttelt: