Hynix und Micron kommen sich näher
Die Verhandlungen über den geplanten Verkauf des Speicherchip-Geschäfts des angeschlagenen Hynix-Konzerns an den US-Konkurrenten Micron sind Medienberichten zufolge einen Schritt weiter gekommen.
Ob es zu einem Abschluss kommt, sei aber noch immer ungewiss, berichtete der südkoreanische Internet-Nachrichtendienst "Edaily".
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Bei Verhandlungen in den USA hätten sich die Unternehmen über Zinskonditionen für Kredite der Hynix-Gläubigerbanken an Micron geeinigt, hieß es von "Edaily" unter Berufung auf Manfred Drost, Vize-Präsident der Korea Exchange Bank, eine der Hynix-Gläubiger.
In der kommenden Woche treffen sich früheren Angaben zufolge die Hynix-Gläubiger, um über einen Verkauf an Micron zu entscheiden. Hynix hat insgesamt mehr als sechs Milliarden USD Schulden. Im Februar hatten sich die beiden Chiphersteller nach wochenlangen Verhandlungen Hynix-Angaben zufolge auf einen Kaufpreis für die Speicherchip-Sparte von rund vier Milliarden Dollar geeinigt. Sollte es zu einem Abschluss kommen, würde mit einem Marktanteil von knapp 40 Prozent der weltweit größte Hersteller von Speicherchips entstehen. Bislang ist Samsung Electronics Branchenprimus mit einem Marktanteil von 25 Prozent.
Micron will Hynix übernehmenMillionen-Investitionen
Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Speicherchips, Micron, will dem Bericht zufolge dafür nach der Übernahme der Hynix-Speicherchip-Sparte 200 Millionen USD in das weitere Geschäft des südkoreanischen Konzerns investieren.
Ein Hynix-Sprecher sagte zu dem Bericht: "Wir haben keine Kenntnis von einem Fortschritt der Verhandlungen. Wir warten darauf, dass die gesamte Delegation [nach Korea] zurückkehrt." Von den Gläubiger-Instituten war zunächst niemand zu erreichen.
