Touristen buchen lieber offline
Das Internet ist in der Touristik noch weit davon entfernt, zu einer echten Konkurrenz für die Reisebüros zu werden.
Nach einer zur Internationalen Tourismus-Börse [ITB] fertig gestellten Studie der Marktforscher von Fittkau & Maaß in Hamburg ist das Interesse am Buchen per Mausklick weitaus geringer als bislang immer wieder prognostiziert wurde.
50 Prozent ohne Interesse an Netz-Buchung
Befragt wurden den Angaben zufolge knapp 100.000 deutschsprachige
Internetnutzer. Mehr als die Hälfte von ihnen habe noch nie eine
Reise im Netz gebucht, so die Autorin der Studie, Susanne Fittkau.
Lediglich 5,6 Prozent der Befragten hätten häufiger als zehn Mal per
Mausklick ihre Reise reserviert.
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Für die Skepsis gegenüber der Buchung per Internet gebe es eine Reihe von Gründen, sagte Fittkau.
So hätten 36,9 Prozent der Nutzer kein passendes Angebot im Netz gefunden.
27 Prozent bemängelten die fehlende Beratung, fast ebenso viele misstrauten der Sicherheit beim Bezahlen im Internet. Außerdem hätten unübersichtliche Web-Seiten die Kunden vergrault.
Informationskanal zum Reisebüro
Mittelfristig erwartet Fittkau ein anhaltendes, aber langsames Wachstum für das Online-Geschäft mit Reisen. Die Qualität der Web-Seiten verbessere sich zum Beispiel durch Kooperationen von Online-Diensten und Reiseveranstaltern.
Diese können das Internet als Kanal dienen, mit dem potenzielle Urlauber zu ihrem Angebot geführt werden.
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