Tetris für Sehbehinderte
In Deutschland hat die Bergische Universität Wuppertal in Kooperation mit der ABTIM Blindenhilfsmittel-Forschung einen Monitor für Sehbehinderte entwickelt.
Der Taktile-Interaktions-Monitor [TIM] arbeitet mit traditionellen und elektronischen Inhalten. Auf der CeBIT zeigt die Wuppertaler ABTIM das Ergebnis.
In elektronischer Form ertastbar
Das hinter dem TIM-Display steckende Prinzip ist simpel: TIM
macht Inhalte in traditioneller und elektronischer Form ertastbar.
Mit einer Mini-Handvideokamera werden die [mit den Fingern] zu
lesenden Zeichen in Echtzeit aufgenommen und mit einer
Geschwindigkeit von über zwölf Bildern pro Sekunde auf das
TIM-Display übertragen.
Blindenhilfsmittel-ForschungPC-Monitor kann abgelesen werden
Die Kamera erkennt Texte, Sonderzeichen und logoartige, schematische Darstellungen.
Das TIM-Display besteht aus 256 Taststiften, die durch ein 4 x 4 cm großes Lochraster gehoben oder gesenkt werden. Jeder Taststift entspricht einem Pixel.
Die Handvideokamera erkennt elektronische Zeichen und kann auf diese Weise auch Informationen von einem Handy-Display ablesen.
Mit dem PC arbeitet die TIM-Kommunikationsschnittstelle problemlos zusammen. Der Sehbehinderte bewegt sich mit der Maus auf dem Monitor; als Videokamera fungiert dabei ein Gleitfenster, in dem die zu übertragenden Informationen "vergrößert" werden.
Tetris für Sehbehinderte
Auch einfache Spiele wie etwa Tetris oder Tischtennis sind jetzt
für Sehbehinderte zugänglich. Der Taktile-Interaktions-Monitor
befindet sich noch in der Implementierungsphase - auf den Markt soll
er erst 2003 kommen.
Blinde hören das Internet
