Milla allein im Genlabor
Ein schwitzendes Supermodel, Menschen fressende Zombies und Zeitlupen-Kampfszenen wie in "The Matrix" - das sind die Ingredenzien von "Resident Evil", der Verfilmung eines der erfolgreichsten Videospiele aller Zeiten.
Statt eigenhändig die Charaktere durch das Geschehen zu lenken, müssen sich Fans nun der Inszenierung Paul Andersons und dem schauspielerischem Talent des Supermodels Milla Jovovich anvertrauen.
18 Millionen Stück verkauft
1996 veröffentlichte das Software-Haus Capcom ein
Action-Horrorspiel mit Akte-X-Flair unter dem Titel "Resident Evil".
Seitdem wurde der Kampf gegen die bösartige Umbrella Corporation und
deren Verseuchungs-"Unfälle" in drei Teilen fortgesetzt: "Resident
Evil 2" [1998], "Resident Evil 3 Nemesis" [1999] und "Resident Evil
Code: Veronica" [2000]. Bis heute konnten von den Spielen 18
Millionen Stück verkauft und so ein Umsatz von einer Milliarde USD
[1,13 Mrd. Euro] lukriert werden.
Resident EvilDie Handlung
Die Handlung des Films lässt sich wie folgt beschreiben: Die Welt wird durch das Riesenkonglomerat "Umbrella Corporation" kontrolliert. Deren Produktpalette reicht von Haushaltselektronik bis zu streng geheimen biologischen Waffen.
Wie der Zufall so spielt, gelangt eine dieser Biowaffen, das T-Virus, in das Belüftungssystem der geheimen Genforschungsfabrik "The Hive". Das Virus tötet in Sekunden das gesamte Forschungspersonal und lässt sie als blutrünstige Untote wieder auferstehen.
Nun müssen Alice und Rain [gespielt von Milla Jovovich und Michelle Rodriguez] ein Kommandoteam in die "Hive¿ führen und in weniger als drei Stunden das Virus in dem unterirdischen Komplex isolieren. Ansonsten droht es die Welt zu vernichten.
Mortal Kombat, der kommerzielle Erfolg
Regisseur Paul Anderson konnte mit "Mortal Kombat" [1995] eine
der ersten erfolgreichsten Filmadaptionen eines Videospiels
abdrehen. Bei einem Kostenaufwand von 20 Millionen USD [22,6 Mio.
Euro] konnte die Prügelorgie mit Christopher Lambert weltweit 150
Millionen USD [169 Mio. Euro] einnehmen.
Resident Evil in der Internet Movie Database
Mortal Kombat in der Internet Movie DatabaseMatrix, Alien, Cube ...
Für die Inszenierung von "Resident Evil" bediente er sich ausführlich bei den Filmen "Night of the Living Dead", "Cube", "Matrix", "Alien" und "12 Monkeys".
Laut ersten Berichten kommt der Film allerdings nicht an die großen Vorbilder heran. Die Handlung sei zu "seicht" und die schauspielerischen Leistungen "mangelhaft", so die Spötter.
So eignet sich der Film wohl für Hardcore-"Resident Evil"-Fans und solche Leute, die seit "Rückkehr in die Blaue Lagune" fest an die schauspielerische Karriere von Milla Jovovich glauben.
Heike-Makatsch-Zombie
Notiz am Rande: Auch die deutsche Schauspielerin Heike Makatsch durfte im Splatter-Filmchen mitmachen. Als wortkarger Zombie darf sie sich allerdings nach etwa fünf Minuten Leinwandleben auf ihren zweiten Tod freuen. Die Österreich-Premiere von "Resident Evil" findet heute statt.
