15.03.2002

SIMTEX

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Der Stoff, aus dem die Träume sein sollen

Über mögliche Gesundheitsrisiken des "Elektrosmogs" im Umfeld von Haushaltsgeräten oder von Mobiltelefonen gehen die Meinungen der Wissenschaft weit auseinander.

Konkret haben die bisherigen weltweiten Forschungsanstrengungen keinen wissenschaftlichen Nachweis der gesundheitlichen Risiken geliefert.

Es ist also weder angebracht, Horrorszenarien zu entwerfen, noch kann die Notwendigkeit von Vorsorge ernsthaft bestritten werden.

"Schutz" gegen den Elektrosmog soll nun eine High-Tech-Bettwäsche bieten. Ein eigens entwickelter Stoff schirmt, so der Hersteller, elektromagnetische Strahlung fast hundertprozentig ab.

Faradayscher Käfig

Die Entwickler des Bettwarenherstellers Gebrüder Sanders fanden laut eigenen Angaben einen Weg, das Textil zu metallisieren. Das Gewebe besteht aus silberbedampfter Kunstfaser. Nur etwa fünf Gramm des Edelmetalls sind auf einem Quadratmeter Gewebe verteilt.

Das Ergebnis, "Simtex", ist ein waschbares Material, das als Matratzenunterlage, Daunendecke und Nackenstützkissen eingesetzt werden soll.

Nach Herstellerangaben sollen Tests mit dem Material im Schlaflabor der Universität Osnabrück, gezeigt haben, dass die Testschläfer eine verkürzte Einschlafzeit und längere Tiefschlafphasen hatten.

Das Simtex-Gewebe soll wie ein Faradayscher Käfig, der das Auto bei Gewitter zum sichersten Ort macht, weil das Innere der Metallkarosserie frei von elektrischen Feldern bleibt, wirken.