15.03.2002

BUBBLE TROUBLE

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Oracle-Ergebnis ist gefallen

Oracle, der weltweit führende Hersteller von Datenbanksystemen, hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres einen 13-prozentigen Ertragsrückgang erlitten.

Das kalifornische Unternehmen erklärte den Rückgang mit fallenden Software-Umsätzen.

Wie Oracle weiter mitteilte, sank der Nettogewinn in der am 28. Februar abgeschlossenen Berichtsperiode auf 508 Millionen USD, von 582,7 Millionen oder zehn Cent je Aktie in der entsprechenden Vorjahreszeit.

Die Konkurrenz ist billiger

Oracle hat in vier der vergangenen fünf Quartale die Erwartungen nicht erfüllen können. Als Begründung gab Oracle die schwache Gesamtwirtschaft sowie zurückhaltende Software-Bestellungen an. Oracle leidet auch unter der Konkurrenz von IBM und Microsoft.

Seit seinem am 1. September 2000 erreichten Allzeithoch von 46,31 USD haben Oracle-Papiere 70 Prozent eingebüßt.

Oracles Konkurrenten bieten Software für Datenbanksysteme billiger an. Datenbank-Lizenzen fielen in der Dreimonatsperiode um 26 Prozent auf 629 Millionen USD, während der Umsatz von Oracles Anwendungen um 41 Prozent auf 148 Millionen USD nachgab.

Ursprünglich hatte Oracle beabsichtigt, die rückläufige Nachfrage nach Datenbanksystemen mit dem Verkauf von Anwendungssoftware für Unternehmen auszugleichen. Doch das Vorhaben sei daran gescheitert, dass die Programme nicht richtig funktionierten, sagten Analysten.

1977 gegründet

Nicht zuletzt leide Oracle unter Management-Problemen, so die Analysten weiter. Firmenchef Larry Ellison hat noch immer keinen Nachfolger für Ray Lane ernannt, der sich im Juli mit Ellison überworfen und das Unternehmen verlassen hatte. Seitdem hat Oracle drei weitere Spitzenmanager verloren. Ellison hat das Unternehmen 1977 gegründet und ist seit dieser Zeit Chef.