11.03.2002

EMULATOR

Wine ändert Lizenzbedingungen

Das Projekt Wine will sich zur Wahrung seiner Unabhängigkeit künftig unter die Open-Source-Lizenz GNU Lesser General Public License [LGPL] stellen.

Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, Windows-Anwendungen unter Linux und Unix lauffähig zu machen.

Aufspaltung des Codes verhindern

Vorausgegangen war eine angeregte Diskussion in der Wine-Mailing-Liste mit anschließender Abstimmung über verschiedene Copyleft-Lizenzen.

Neben der LGPL waren auch GPL und Mozilla Public License im Gespräch. Dabei setzte sich die LGPL durch, bei der Entwickler am Code vorgenommene Veränderungen wieder allgemein zugänglich machen müssen.

In der Mailing-Liste hatte unter anderem Codeweavers-Chef Jeremy White Befürchtungen geäußert, Wine könne in proprietären Produkten genutzt werden, was zum so genannten Code-Forking - einer Aufspaltung des Quellcodes in unterschiedliche, inkompatible Zweige - führen könnte.