11.03.2002

AUS AT

Bildquelle: PhotoDisc/ORF.at

Telefonie für Chinas Stromnetz

Nachdem die so genannten Powerline-Produkte in Europa aus diversen Gründen nicht so recht abgehoben habene, setzt Diethard Mahorka von der österreichischen Datasoft nun auf China als Zukunftsmarkt für Telefonie und Internet aus der Steckdose.

Mit einem großen chinesischen Kunden sei bereits ein Vorvertrag unterzeichnet, so der Datasoft-Geschäftsführer zur fuZo.

Nachdem alle Großen wie Siemens abgesprungen waren, weil sich der Aufwand, das Netz der Stromerzeuger zum Weitertransport der Daten aufzurüsten, als äußerst hoch erwiesen hatte, war die Powerline-Technologie - "Internet aus der Steckdose" hieß das - ins Abseits geraten.

Anschluss über USB

Die hohe Nachfrage nach simpler Festnetztelefonie werde in diesem Jahrzehnt gar nicht befriedigt werden können, weshalb man sich gute Chancen ausrechne, auf diesem Markt zu reüssieren.

Für den europäischen Markt hat man sich auf reine Inhouse-Lösungen verlegt, die "dima Power-Surfer"-Produktlinie.

Der "PowerLine Client" wird auf der einen Seite an die Steckdose und auf der anderen Seite mit dem USB-Anschluß des PCs verbunden. Der Adapter arbeitet wie eine herkömmliche Netzwerkkarte, während das Netzwerkkabel die 230-V-Stromleitung ist.

Ethernet aus der Steckdose oder die ADSL-Verteilung an mehrere PCs im Haus ist damit ebenfalls möglich.