Telefonie für Chinas Stromnetz
Nachdem die so genannten Powerline-Produkte in Europa aus diversen Gründen nicht so recht abgehoben habene, setzt Diethard Mahorka von der österreichischen Datasoft nun auf China als Zukunftsmarkt für Telefonie und Internet aus der Steckdose.
Mit einem großen chinesischen Kunden sei bereits ein Vorvertrag unterzeichnet, so der Datasoft-Geschäftsführer zur fuZo.
Nachdem alle Großen wie Siemens abgesprungen waren, weil sich der Aufwand, das Netz der Stromerzeuger zum Weitertransport der Daten aufzurüsten, als äußerst hoch erwiesen hatte, war die Powerline-Technologie - "Internet aus der Steckdose" hieß das - ins Abseits geraten.
Grund für die Hoffnung auf diese in Europa fast schon gescheiterte Technologie ist für Mahorka der Umstand, dass es in Chinas Haushalten zwar überall Strom, aber kaum Telefonleitungen gibt.
Internet aus der Steckdose ohne SiemensAnschluss über USB
Die hohe Nachfrage nach simpler Festnetztelefonie werde in diesem Jahrzehnt gar nicht befriedigt werden können, weshalb man sich gute Chancen ausrechne, auf diesem Markt zu reüssieren.
Für den europäischen Markt hat man sich auf reine Inhouse-Lösungen verlegt, die "dima Power-Surfer"-Produktlinie.
Der "PowerLine Client" wird auf der einen Seite an die Steckdose und auf der anderen Seite mit dem USB-Anschluß des PCs verbunden. Der Adapter arbeitet wie eine herkömmliche Netzwerkkarte, während das Netzwerkkabel die 230-V-Stromleitung ist.
Ethernet aus der Steckdose oder die ADSL-Verteilung an mehrere PCs im Haus ist damit ebenfalls möglich.
Video und Voice over IP
Weitere Produkte wie Verteilung von Video und Musik über das
hausinterne Stromnetz, Faxen und Voice over IP über die Steckdose
sowie Homecontrol und Homeautomation sind noch in Planung.
Das Demo dazuDatasoft beschäftigt rund 20 Mitarbeiter, setzte im vergangene Jahr etwa eine Millionen Euro um und ist auf der der CeBIT im Powerline Center [Halle 012, Stand C30] zu finden.
Die Vermarktungsgruppe
