25.000 Jobs weniger auf Neuem Markt
Am Neuen Markt sind in den vergangenen zwölf Monaten 25.000 Stellen verloren gegangen.
Dies berichtete die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf eine Umfrage bei den 318 Unternehmen des Börsensegmentes kurz vor Eröffnung der Technologiemesse CeBIT in Hannover.
Derzeit seien noch 172.444 Menschen bei Neue-Markt-Firmen beschäftigt. In der Spitzenzeit seien es 198.211 Arbeitsplätze gewesen. Erstmals in der Geschichte gingen der Zeitung zufolge damit mehr Jobs verloren als neue entstanden.
Der Neue Markt in Frankfurt "feiert" Geburtstag
Der Neue Markt war am Sonntag fünf Jahre alt geworden. Nach
seinem Start am 10. März 1997 schien der Aufstieg des Neuen Marktes
zunächst keine Grenzen zu kennen. Zu seiner Glanzzeit im Jahr 2000
kratzte das Aktienbarometer Nemax50 an der 9.000-Punkte-Marke. Doch
dann ging es steil abwärts: Heute droht der Index unter die
1.000-Zähler-Grenze zu rutschen.
"Erfolgsstory mit einigen Macken"Tiefpunkt im zweiten Quartal 2002
Zu den größten Jobvernichtern gehörten Internet-Unternehmen, berichtete die "Welt".
So habe die Web-Agentur Pixelpark 600 Stellen gestrichen. Bei dem Internet-Händler LetsbuyIt.com fielen demnach 330 Arbeitsplätze weg. Seit Juli vergangenen Jahres gingen nach einer Umfrage des "FAZ Business-Radio" allein 14.000 Stellen verloren.
Experten rechnen der "Welt" zufolge zunächst mit einer weiteren Abwärtsentwicklung in den kommenden Monaten. Der Tiefpunkt werde voraussichtlich im zweiten Quartal erreicht.
Ab dann könnten vor allem High-Tech-Unternehmen aus dem Umwelt- und Biotechnik-Sektor für einen Umschwung sorgen. Ende des Jahres könne die Zahl der Beschäftigten bei den Neue-Markt-Firmen dann wieder die Marke von 188.000 erreichen.
