Mit dem Auto in fremde Firmennetze
Die Suche nach offenen drahtlosen Firmennetzwerken hat sich in den USA und in Großbritannien bereits zu einem Sport für einige wenige Eingeweihte entwickelt.
Das "War-Driving" genannte Ansteuern offener Wireless-LAN-Verbindungen verspricht zunehmend Erfolg, da immer mehr Unternehmen ihre Büros mit drahtlosem Netzwerkzugang ausstatten. Da dieser oft auf die Strasse funkt und meist nicht sonderlich abgesichert ist, ist es für Geübte ein Leichtes, den Netzwerkverkehr abzuhören oder ins Netz einzudringen.
Drive-by Hacking
Dabei wird dies noch selten zur Datenspionage benutzt, sondern
meist noch als fairer "Sport", wer die meisten Connections
zusammenbekommt. Ein weiterer Schritt in Richtung Illegalität ist
jedoch das Anzapfen der oft riesigen Bandbreiten von Unternehmen.
Freizeitsport "Vacation War Driving"Verschlüsselung ist unwirksam
Wireless-LAN-Netzwerke haben zwar eine eingebaute
Verschlüsselung, die allerdings in den meisten Fällen nicht
eingeschalten ist. Selbst wenn, kann ein geduldiger Hacker mit
entsprechender Software das entsprechende Passwort knacken. Das
Programm "AirSnort" muss etwa fünf bis zehn Millionen Datenpakete
einsammeln, um dann in rund einer Sekunde die Verschlüsselung zu
knacken.
Mehr zu AirSnort60 Netzwerke in 30 Minuten
Bei einer vom Securityunternehmen I-Sec durchgeführten
Spazierfahrt durch den Finanzdistrikt von London ist man innerhalb
von 30 Minuten auf nicht weniger als 60 drahtlose Netzwerke
gestossen. In den USA hat sich eine eigene Community entwickelt, die
die gefundenen Netzwerkknoten auf einer Landkarte - samt Adresse des
Access Points - einträgt.
Landkarte mit gefundenen drahtlosen NetzwerkenBastelstunde beim Radiodoktor
Da Wireless LAN Hardware - obwohl stark im Preis gefallen - im
Vergleich zu herkömmlichen Netzwerken etwas teurer ist, lassen sich
findige Bastler Wege einfallen, um die Signalstärke der empfangenen
bzw. gesendeten Signale zu erhöhen. Designs mit Pringle- und
Fleischdosen stehen dabei hoch im Kurs.
Antennen zum Selberbasteln
