AOL-TimeWarner-Chef will mehr Flat Rates
Der Chef des weltweit größten Medienkonzerns AOL Time Warner, Steve Case, hat eine stärkere Verbreitung von Flat Rates für Internet-Nutzer gefordert.
Nur über solche Pauschalen könne man Menschen aller sozialer Schichten attraktiv den Zugang zum Internet eröffnen, sagte Case auf dem Forum "21st Century Literacy Summit" der Bertelsmann-Stiftung und der AOL-Time-Warner-Foundation.
"Wir brauchen Flat Rates bei Breitband wie bei Schmalband", sagte Case.
Die Menschen arbeiteten mehr denn je mit dem Internet, die Bedeutung des Internets nehme immer mehr zu.
"Digitale Kluft" vermeiden
Auch zur Vermeidung einer "digitalen Kluft" aus sozialen Gründen
zwischen Nutzern und Nicht-Nutzern des Internets sei die Frage einer
Pauschalgebühr wichtig. Der Internet-Zugang für den Endnutzer mit
Pauschalgebühren dürfe nicht allein auf Breitband-Technik beschränkt
bleiben, "weil diese einfach nicht für den normalen Haushalt
erschwinglich ist", sagte Case.
21st Century Literacy SummitWeb-Potenziale besser ausnutzen
Case vertritt die Auffassung, der Niedergang vieler Internet-Firmen in der jüngsten Vergangenheit habe nichts mit einer Verlangsamung der Internet-Verbreitung und -Nutzung zu tun. 2001 hätten AOL-Kunden allein in den USA Geschäfte für rund 33 Milliarden USD über digitale Marktplätze abgewickelt.
Der Firmenchef fordere Regierungen und Bürger, insbesondere aber die Wirtschaft, dazu auf, ihre Anstrengungen zur Erschließung aller Möglichkeiten der neuen Informationstechnologien zu verstärken.
Mit der zweitägigen Konferenz wollen die beiden Stiftungen dafür werben, die Internet-Nutzung weiter voranzutreiben und dessen Potenziale besser auszuschöpfen.
Sie betrachten die Nutzung der neuen Informationstechnologien als eine Schlüsselfähigkeit des 21. Jahrhunderts.
