Mit Beißzange Mainboards optimieren
In einer "offiziellen Presseerklärung" empfiehlt der taiwanesische Hersteller eine Radikalkur. Sollten Grafikkarten wegen eines überstehenden Bauteils nicht in Epox-Mainboards passen, so ist der störende Kondensator zu entfernen.
Das Problem ist alt bekannt: Auf manchen Mainboards sind Bauteile so ungeschickt platziert, dass längere oder dicht bestückte Grafikkarten mechanisch nicht passen. Bei Epox haben sich nun Anwender beschwert, die in den Athlon-Boards "EP-8KHA" und "EP-8KHA+" eine GeForce4-Karte von VisionTek [Modell GF4 Ti4600] einsetzen wollten.
Dabei ist der Kondensator am Montageplatz CE6 im Weg. Ein Kondensator der Karte sitzt auf dem Kondensator des Mainboards auf, was den zuverlässigen Kontakt im AGP-Steckplatz verhindert.
EpoxStabilisierung reicht, Backup wegschneiden
Die Kondensatoren CE6 und CE7 dienen zur Stabilisierung der Spannungsversorgung der DIMMs, die bei den beiden Boards mit DDR-SDRAM bestückt sein müssen. Laut Epox hat sich jedoch in der Praxis gezeigt, dass einer der Elektrolytkondensatoren mit 1500 Microfarad Kapazität völlig ausreicht.
Das Board lässt sich mit einem Kondensator nach eigenen Tests stabil betreiben und auch übertakten, gibt das Unternehmen an.
Zange statt Lötkolben
Wenn die Grafikkarte also nicht passt, kann der Kondensator weg - meint Epox. Wie das zu geschehen hat, beschreibt die Firma wie folgt: "Wenn die Anwender nicht erfahren im Umgang mit einem Lötkolben sind, können sie eine Zange verwenden, um dieses Bauteil zu entfernen."
Die saloppe Anleitung ist allerdings mit Vorsicht zu genießen: Zu leicht können darunterliegende Leiterbahnen beschädigt werden.
