Multimedia kein ADSL-Motor
Die wichtigsten Motive für den Umstieg auf einen ADSL-Anschluss bleiben die hohe Übertragungsgeschwindigkeit, der günstigere Preis, ständige Verfügbarkeit sowie die gleichzeitig Nutzung von Internet und Telefon.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung über den Gebrauch von ADSL, die der Verband der Internet-Provider Österreichs [ISPA] heute präsentiert hat.
Bei den Nutzungsarten steht weiterhin die Informationssuche im Internet im Vordergrund, während Multimedia-Angebote kaum genutzt werden. Nur zehn Prozent der User laden sehr häufig Musik und fünf Prozent laden sehr häufig Videos aus dem Internet herunter.
Schlusslicht der Anwendungen bei den österreichischen Benutzern sind E-Learning und Voice over IP. Für die Studie wurden 500 ADSL-Nutzer befragt.
ISPADownload-Limit verärgert
"Der Kunde will eine qualitativ gute Internet-Connectivity zu einem leistbaren und berechenbaren Preis", stellte der Generalsekretär der ISPA, Kurt Einzinger, bei der Präsentation fest.
Der typische ADSL-Benutzer in Österreich ist ein Umsteiger von einer Modemverbindung und surft mehr als vier Stunden pro Tag im Internet. Immerhin 41 Prozent der befragten Nutzer setzen den Breitbandzugang beruflich ein.
Die Benutzer kritisieren vor allem lange Herstellungszeiten und das Download-Limit. Die rund 30 alternativen Breitband-Anbieter verwalten derzeit rund 14.000 Anschlüsse.
Für die Zukunft strebt die ISPA eine Änderung des ADSL-Wholesale-Vertrags mit der Telekom Austria, der in einigen Punkten Nachteile für die alternativen ISPs bringt.
