06.03.2002

INTERCEPTION

Bildquelle: APA/ORF.at

Al-Qa'ida rekrutiert angeblich via Internet

Al-Qa'ida-Kämpfer nutzen offenbar Internet und E-Mail, um sich in pakistanischen Dörfern entlang der afghanischen Grenze neu zu formieren.

Nach Informationen der Zeitung "New York Times" vom Mittwoch spürten US-Ermittler elektronische Post von Mitgliedern des Terrornetzwerks auf, deren Spur in die pakistanische Provinz Baluchistan führe. Hoch mobile Al-Qa'ida-Aktivisten kommunizierten demnach weltweit in Internet-Cafes miteinander.

Auch neue Anschläge möglich

Die Ermittler schlossen nicht aus, dass al-Qa'ida auf diese Weise auch neue Anschläge in den USA planen könnte, wie die Zeitung weiter berichtete.

Keine direkten Hinweise

Direkte Hinweise auf eine neue Bedrohung seien jedoch nicht gefunden worden. Ebenso sei noch unklar, ob sich hinter den E-Mails eine zentrale Kommandostruktur verberge, hieß es unter Berufung auf hochrangige US-Vertreter.

In den letzten Wochen hatte sich der US-Geheimdienst gegen Vorwürfe verteidigen müssen, er investiere zu sehr in High-Tech, anstatt auf die "Old School"-Spionage zurückzugreifen. Eine Erfolgsmeldung aus dem High-Tech-Bereich kommt damit den US-Behörden nur recht.