06.03.2002

ON DEMAND

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Premiere startet Online-Videothek

Der defizitäre Kirch-Bezahlsender Premiere will zusammen mit dem Telekommunikationsunternehmen Arcor Filme künftig auch über das Internet anbieten und gibt damit erstmals sein Endkundengeschäft aus der Hand.

Das Pilotprojekt starte spätestens im Sommer und sei zunächst auf sechs Monate begrenzt, sagte eine Premiere-Sprecherin und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des "Handelsblattes".

So könnten Kunden Premiere-Angebote auch über einen anderen Vertriebsweg kennen lernen. "Wir wollen alle Wege zum Kunden nutzen, die sich uns bieten", erklärte der neue Premiere-Chef Georg Kofler.

Erfahrungen sammeln

Ob die Abgabe des Endkundengeschäfts auch auf den bisherigen Premiere-Vertrieb über Kabel und Satellit ausgedehnt werde, sei noch offen. "Das ist eine Probe", sagte die Sprecherin. "Wir müssen erstmal sehen, wie es läuft."

Durch die Kooperation mit Arcor könne Premiere aber auch Markterfahrungen im Bereich Video on -demand über Breitbandanschlüsse sammeln.

Die inhaltlichen, technischen und juristischen Erkenntnisse könnten dann für den Aufbau weiterer Unterhaltungs- und Informationsangebote über das schnelle Internet genutzt werden.

Verschlüsselung verhindert Raubkopien

Auf der Arcor-Website sollen Premiere zufolge vor allem Kinofilme, die der Kunde pro Stück bezahlen muss, angeboten werden. Die dafür notwendige Registrierung auf der Website von Arcor sei kostenlos.

Die Preise für die einzelnen Filme lägen auf dem Niveau der Angebote in Videotheken.

Die Premiere-Filme könnten nach der Bestellung 24 Stunden lang beliebig oft angeschaut werden, hieß es weiter. Voraussetzung für den Empfang der Filme sei ein schneller Internet-Anschluss und der Windows MediaPlayer.

Moderne Verschlüsselungstechnologien sollten Raubkopien verhindern.